Freiwette verstehen: Gratiswetten im Vergleich und was sie den Spieler kosten

Updated Oktober 2026
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Stand: 30. Oktober 2026. Grundlage der Erlaubnis-Angaben ist die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, Stand der Liste 2. Oktober 2026.

Ein Geschenkband liegt neben einem Fußball auf einem Holzboden, gedämpftes Licht fällt von einem Fenster herein.
Bet365 bewirbt für Neukunden „bis zu 100 € in Wett-Credits“; Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht.

Verantwortungsvoll wetten: Warum aus einem Gratisangebot schnell eine Rechnung wird

Ein Geschenk ist ein Geschenk. Bei einer Freiwette ist es ein Geschenk mit einem Vertrag im Rücken, und dieser Vertrag entscheidet darüber, ob am Ende etwas hängen bleibt oder ob die ganze Übung nur eine Verlagerung von Guthaben war.

Fangen wir dort an, wo es für den Spieler tatsächlich zählt, nämlich beim Konto selbst. Ein Gratisangebot ist kein Grund, die Einzahlung hochzusetzen. Es ist meistens sogar ein Grund, sie niedrig zu halten, weil der Einsatz aus einem Bonus nicht mit dem Gewinn ausgezahlt wird und weil die Umsatzbedingungen des Willkommensangebots nicht nur den Bonus, sondern häufig auch die Einzahlung mitnehmen.

Die Grenzen, die das Gesetz setzt

Seit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021, ist der Rahmen für Sportwetten in Deutschland eng gezogen, und die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder in Halle (Saale) überwacht ihn. Wer teilnimmt, ist mindestens 18 Jahre alt. Ein Konto gibt es pro Anbieter, und zwar ein vollständig verifiziertes. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel erlauben, mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlungen.

Ein Fußballplatz am Abend aus der Vogelperspektive, Flutlichtmasten ausgeschaltet, die Rasenlinien deutlich sichtbar.
Auf der Whitelist der GGL steht bet365 mit der Hillside (Europe) ENC, Sitz Ta’Xbiex, Malta; Stand der Liste: 2. Oktober 2026.

Das Einzahlungslimit steht bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg. Abgewickelt wird es über die LUGAS-Limitdatei, die aufaddiert, was der Spieler bei welchem Anbieter einzahlt. Ein Anbieter kann für eine einzelne Person einen höheren Rahmen setzen, bis 10.000 €, in Ausnahmefällen 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler, und nur gegen einen nachweisbaren Beleg der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft reicht dafür ausdrücklich nicht. Die Senkung gilt sofort, die Erhöhung erst nach sieben Tagen. Nebenbei bemerkt: Das ist die vernünftigste Wartezeit im ganzen Glücksspielrecht.

Dazu kommt ein Verbot des Parallelspiels, gebucht in der Aktivitätsdatei. Wer bei zwei Anbietern gleichzeitig spielt, verstößt gegen die Anbieterpflicht aus § 6h GlüStV, und der zweite Anbieter muss das erkennen. Ein Freiwett-Jäger, der sich parallel bei vier Neukundenangeboten angemeldet hat, um vier Boni abzuräumen, wird damit nicht zum Betrüger, aber er läuft gegen eine Regel, die genau diese Praxis ausschließen soll.

OASIS, der Panikbutton und was sie mit einem Gratisangebot zu tun haben

OASIS ist das bundesweite Spielersperrsystem, das nach den §§ 8, 8a GlüStV bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird. Wer sich dort selbst sperrt und dabei einen Zeitraum nennt, bleibt mindestens drei Monate gesperrt, ohne Zeitangabe mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV löst sofort eine 24-stündige Sperre aus, und das ist die schnellste Handlung im gesamten deutschen Spielerschutz: ein Klick, ein Tag Ruhe.

Ein Tischkicker in einem leeren Raum, die Spielfiguren in Reihe, Tageslicht fällt durch ein großes Fenster.
Das Willkommensangebot von Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets.

Diese drei Systeme, OASIS, LUGAS und die Aktivitätsdatei, greifen grundsätzlich nur bei Betreibern mit deutscher Erlaubnis. Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis hängt an keinem davon, und genau das ist der Preis der unbegrenzten Angebote, die im Netz mit dem Wort „ohne Einzahlung“ locken: keine Sperre, die greift, kein Limit, das über alle Anbieter zusammengerechnet wird, keine deutsche Aufsicht, die nachfragen könnte.

Für den Alltag heißt das eine Regel, die kaum jemand einhält und die trotzdem stimmt: Ein Freiwett-Guthaben ist ein Grund, den Einsatz zu lassen wie er ist, nicht ihn zu erhöhen.

Neukundenangebote mit Freiwette: Wann der Einsatz im Gewinn fehlt und wann nicht

Das Bild dieses Abschnitts: Ein Geschenkband liegt neben einem Fußball auf einem Holzboden, gedämpftes Licht fällt von einem Fenster herein. Und darunter steht, was der Kern der Sache ist, nämlich der Satz, der über den Wert eines Gratisangebots entscheidet. Bet365 bewirbt für Neukunden „bis zu 100 € in Wett-Credits“; Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht.

Am Anfang steht der Unterschied, der die ganze Seite trägt. Ein Bonusguthaben ist Geld auf dem Konto, das der Spieler wie eigenes Guthaben setzt, Einsatz inklusive, und dessen Gewinn nach Erfüllung der Bedingungen vollständig ausgezahlt wird. Eine Freiwette ist ein Gutschein über einen bestimmten Einsatz. Der Gutschein zahlt die Wette, der Gewinn kommt beim Spieler an, der Einsatz kommt nicht zurück. Bei Quote 2,50 und 10 € Freiwette landen 25 € auf dem Konto, nicht 35 €. Das ist kein Trick und keine Ausbeutung, es ist nur etwas anderes als Geld, und die Werbung verwischt den Unterschied gern.

Wett-Credits, Freebets, Gratiswetten: dieselbe Sache unter drei Namen

Ob Bet365 von Wett-Credits, Winamax von Freebets, bet-at-home und Wettstar von Gratiswetten oder Merkur Bets von einer Freebet sprechen, ist eine Frage des Wörterbuchs. Die Mechanik ist dieselbe: Der Einsatz ist geliehen, der Gewinn ist echt.

Bet365 bewirbt auf bet365 für Neukunden „bis zu 100 € in Wett-Credits“. Die Credits werden erst freigegeben, nachdem Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung abgerechnet sind, und die Gewinne daraus enthalten den Einsatz der Credits nicht. Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets selbst; die Einzahlung dagegen muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze der Umsetzung von 100 € und einer Mindestquote von 1,05. Bei Merkur Bets lag der Neukundenbonus laut Mitteilung vom 14. Oktober 2024 bei einer Ersteinzahlung ab 1 € in einer Freebet über 25 €, und wer die erste qualifizierende Kombiwette verliert, bekommt den Einsatz bis 75 € als Freebet erstattet, sofern vor der Wette die Option „Neukunden-JokerBet“ gewählt wurde.

Bei bet-at-home war die 10-€-Gratiswette auf „Sieger der FIFA WM 2026“ an den Wohnsitz in Deutschland gebunden, an eine Registrierung über den Promotion-Link ab dem 9. Juni 2026 und an eine Platzierung bis zum 28. Juni 2026 um 18:00 Uhr. Gewinne daraus unterlagen keinen Umsatzbedingungen. So sieht ein wettbezogenes Gratisangebot aus, das für den Spieler fair geschnitten ist: klarer Anlass, klare Frist, kein Umsatz auf dem Gewinn.

Was ein Spieler aus einem solchen Vertrag mitnimmt

Die beiden Größen, die am häufigsten übersehen werden, sind Frist und Mindestquote. Eine Frist von zwei Wochen, wie bei bet-at-home, bedeutet, dass der Spieler innerhalb eines halben Monats ein Ereignis finden muss, auf das er wirklich setzen will. Wer die Frist verstreichen lässt, hat kein Geld verloren, aber die Mühe der Anmeldung und der Verifizierung. Die Mindestquote ist die zweite stille Schranke. Eine Mindestquote von 1,05 bei Winamax klingt harmlos, weil fast jede Wette sie erfüllt; bei Tipwin liegt sie mit 1,80 deutlich höher, und 1,80 ist eine Quote, die den Nutzer in einen bestimmten Teil des Marktes drängt.

Beide Werte zusammen, Frist und Mindestquote, sind der eigentliche Preis einer „kostenlosen“ Wette. Sie kosten keine Einzahlung, sie kosten Wahlfreiheit.

Die besten Wettanbieter mit Freiwette im Vergleich: Zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis und ihr Auftritt

Die Zehnergruppe ist nicht nach Bauchgefühl geordnet, sondern nach dem, was auf der Whitelist steht. Jeder dieser Anbieter hat eine deutsche Erlaubnis für Sportwetten nach § 9 Abs. 8 GlüStV, aufgenommen in die Whitelist mit dem Datum, das die Behörde führt.

Anbieter Whitelist-Status und Inhaber der Erlaubnis Sportwetten-Erlaubnis seit
Betway Erlaubnis für Sportwetten, Inhaber Betway Limited 09.03.2021
Bet3000 Erlaubnis für Sportwetten, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026
MERKUR BETS Erlaubnis für Sportwetten, Inhaber Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
Tipico Erlaubnis für Sportwetten, Inhaber Tipico Co. Limited 09.10.2020
Tipwin Erlaubnis für Sportwetten, Inhaber Tipwin Limited 09.10.2020
DAZN Bet Erlaubnis für Sportwetten, Inhaber DZBT Operations Limited 22.08.2023
Betano Erlaubnis für Sportwetten, Inhaber Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
VBet Erlaubnis für Sportwetten, Inhaber SCGO Limited 05.12.2023
Sportwetten.de Erlaubnis für Sportwetten, Inhaber NetX Betting Limited 19.11.2020
bet365 Erlaubnis für Sportwetten, Inhaber Hillside (Europe) ENC 09.10.2020

Zwei Beobachtungen drängen sich auf, wenn man die Spalte rechts liest. Erstens steht die älteste Erlaubnis in dieser Runde bei Tipico, Tipwin und bet365, alle aus dem Jahr 2020, dem ersten Jahr des neuen Regimes; Bet3000 ist mit dem 22. April 2026 der jüngste Zugang. Zweitens sagt keine dieser Zeilen etwas über die Angebote. Eine Erlaubnis ist eine Erlaubnis, egal ob sie seit einem halben Jahr oder seit fünf besteht, und die Whitelist führt kein Enddatum: Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, aber die Liste nennt nur Erteilungstage.

Die Domain muss dabei zur Sparte passen. Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis geführt wird, darf Sportwetten annehmen; Slots-, Poker- oder Casino-Erlaubnisse desselben Inhabers sind andere Erlaubnisse mit anderen Regeln, und eine .de-Adresse allein beweist gar nichts.

Der Vergleich nach dem Preis der Angebote, nicht nach deren Höhe, folgt in den Einzelbesprechungen. Hier steht zunächst nur, wer überhaupt darf.

Freiwette kurz erklärt: Was eine Gratiswette von Bonusguthaben unterscheidet

Jetzt zum Fundament. Wer den Unterschied zwischen Bonusgeld und Freiwette nicht kennt, liest jedes Angebot falsch, und zwar zu seinen Ungunsten.

Freiwette, Freebet, Gratiswette

Die Begriffe bezeichnen dasselbe Instrument: einen Einsatz, den der Anbieter stellt, dessen Ertrag dem Spieler gehört und dessen Kapital der Anbieter zurückbehält. Bei einer Wette mit Bonusgeld gehört der Einsatz nach Erfüllung der Bedingungen dem Spieler; bei einer Wette mit Freiwette gehört er es nie.

In Sprache und Praxis der deutschen Anbieter sind Gratiswette, Freiwette und Freebet austauschbar, im Recht spricht man vom Veranstalter von Sportwetten und von der Erlaubnis, nicht von der Lizenz und nicht vom Buchmacher. Der Buchmacher ist juristisch der Pferdewetten-Anbieter nach § 2 RennwLottG; im lockeren Gespräch nennt man so jeden Sportwettenanbieter. Für die Frage, ob ein Angebot erlaubt ist, ist die Wortwahl belanglos. Für die Frage, wem man schreibt, wenn etwas schiefgeht, ist sie es nicht.

Was auf einem Wettschein zulässig ist

Erlaubt sind nach § 21 Abs. 1 GlüStV Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Ereignisse innerhalb des Verlaufs, als Einzel- oder Kombinationswette. Welche Wettarten angeboten werden dürfen, ergibt sich aus dem Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5, das die GGL festlegt.

Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV eng begrenzt: Während eines laufenden Ereignisses darf nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder einen vergleichbaren Bestandteil in Sportarten gesetzt werden, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist zulässig, der nächste Satz im Tennis auch; der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball sind es nicht. Wer sich über ein dünnes Live-Angebot wundert, wundert sich über eine Vorschrift, nicht über den Anbieter.

Ausgeschlossen sind Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen, wobei die Behördenpraxis den Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich führt, außerdem manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sport ist es ebenfalls nicht: Die GGL stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Ein lizenziertes E-Sport-Angebot in Deutschland existiert nicht. Zu virtuellem Sport ist rechtlich nichts festgestellt; dazu steht hier nichts.

Cash Out schließlich ist keine gesetzliche Kategorie. Es gibt keine Norm und keine Verwaltungspraxis dazu, also ist es ausschließlich eine Funktion des jeweiligen Anbieters mit dessen eigenen Bedingungen, und die fällt bei jedem anders aus.

Warum ein Gewinn erst nach dem offiziellen Ende ausgezahlt wird

Eine Wette wird nach dem offiziellen Ende des Ereignisses abgerechnet. Das ist keine Schikane, sondern die Voraussetzung dafür, dass es überhaupt ein Ergebnis gibt, auf das man sich einigen kann. Ein Freiwett-Spieler sollte die Konsequenz kennen: Bei einer Kombiwette heißt das, dass die letzte Partie am späten Sonntagabend über den ganzen Sonntag entscheidet.

Rechtlicher Rahmen: Wer in Deutschland überhaupt eine Freiwette anbieten darf

Wer in Deutschland Sportwetten anbieten oder vermitteln will, braucht die Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV. Die Behörde erteilt sie bundesweit für das Internet, sie überwacht und sie kann Bußgelder verhängen, und der einzige amtliche Nachweis ist die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Der Stand vom 2. Oktober 2026 führt 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, und drei Inhaber ausschließlich für Pferdewetten.

Das Bild dazu: Ein Fußballplatz am Abend aus der Vogelperspektive, Flutlichtmasten ausgeschaltet, die Rasenlinien deutlich sichtbar. Auf der Whitelist der GGL steht bet365 mit der Hillside (Europe) ENC, Sitz Ta’Xbiex, Malta; Stand der Liste: 2. Oktober 2026.

Jede dort geführte Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist nichts. Wer prüfen will, sucht den Anbieter auf der Whitelist, nicht im Impressum und nicht in der Werbung. Anzeigen dürfen nur Erlaubnisinhaber, und das Verbot nach § 5 Abs. 3 Satz 1 GlüStV, zwischen 6 und 21 Uhr keine Werbung zu zeigen, gilt für Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casino, nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gibt es andere Grenzen: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während dessen Live-Übertragung auf demselben Sender, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären und keine affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Das erklärt, warum Freiwett-Werbung im Fernsehen anders aussieht als Kino-Werbung für Spielotheken.

Was der Gesetzgeber nicht regelt

Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Vorschrift, die einen Sportwettenbonus festsetzt oder begrenzt. Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stammen ausschließlich aus den Bedingungen jedes einzelnen Anbieters. Es gibt also keine Obergrenze, hinter der sich jemand verstecken könnte, und keine Untergrenze, die einen Anbieter schützt. Was auf dem Papier eines Anbieters steht, ist der ganze Vertrag.

Ebenso wenig gibt es eine gesetzliche Obergrenze für den Einsatz pro Wette im Sportwettenbereich. Die Grenzen, die tatsächlich beißen, stehen woanders: beim monatlichen Einzahlungslimit und bei den Bonusbedingungen.

Wenn die Erlaubnis fehlt

Wer Sportwetten für Menschen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis veranstaltet oder vermittelt, betreibt unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung, und die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor solchen Angeboten; am 17. September 2026 nannte sie dabei „wie etwa Platincasino“ als Beispiel.

Das Strafrecht ist klar geregelt: Das Veranstalten nach § 284 StGB kann mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe belegt werden, die Werbung dafür mit bis zu einem Jahr. Die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Dass einzelne Spieler deswegen verfolgt worden wären, ist nicht festgestellt, und daraus folgt weder eine Erlaubnis noch ein Grund zur Dramatisierung.

Durchgesetzt wird das Ganze mit Untersagungsverfügungen, Zahlungs- und Netzsperren nach § 9 GlüStV. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und die Frage liegt seit dem 25. Juli 2024 beim Europäischen Gerichtshof: Der Bundesgerichtshof legte unter dem Aktenzeichen I ZR 90/23 die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht, in einem Fall, in dem ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurückfordert. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 hält Generalanwalt Nicholas Emiliou in der Rechtssache C-530/24 es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorerener Einsätze zu verpflichten, mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Urteil steht aus. Wer darauf wettet, dass er sein Geld zurückbekommt, wettet auf etwas, das noch niemand zugesagt hat.

Die ehrliche Gegenüberstellung lautet dann so: Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis bietet unter Umständen höhere Limits und keine Verifizierung, aber er hängt an keinem Spielersperrsystem, an keiner Limitdatei, an keiner deutschen Aufsicht und an keinem deutschen Rechtsweg. Ein Anbieter auf der Whitelist bietet Rechtssicherheit und Spielerschutz, dafür das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat als Voreinstellung, ein eingeschränktes Live-Programm, die vollständige Verifizierung und Zahlungen nur vom eigenen Konto.

Die Abgabe, die im Preis steckt

Auf Sportwetten liegt die Sportwettensteuer nach den §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, die aus dem gezahlten Einsatz abzüglich der Steuer selbst besteht (§§ 17, 18 RennwLottG), was gerundet etwa 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wettenden (§ 19 RennwLottG). Ob und wie ein Anbieter sie weitergibt, ist dessen Entscheidung, und dazu steht hier nichts, was nicht in dessen eigenen Bedingungen steht. Der Satz lautet übrigens nicht „5,3 % des Einsatzes“, sondern 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags), auch wenn er oft falsch herumgereicht wird.

Diese Steuer trifft auch Anbieter ohne Erlaubnis. Eine gezahlte Steuer ist also kein Nachweis einer Erlaubnis, sowenig ein Kassenbon ein Möbelstück zu Eigentum macht.

Die zehn Anbieter im Einzelnen: Was jede Freiwette den Spieler kostet

Jetzt wird gerechnet, und zwar am Beispiel. Ein Neukunde hat eine Freiwette über 10 €, die in einem Markt mit zwei Ausgängen zu je 1,90 platziert wird. Diese Quoten sind ein Rechenbeispiel, kein Angebot eines Anbieters. Der Markt zahlt rechnerisch 1 ÷ (1 ÷ 1,90 + 1 ÷ 1,90) aus, also rund 95 %, und die Marge des Anbieters beträgt damit rund 5 %.

Der Wert der Freiwette selbst, unter der Annahme, dass der Einsatz nicht mitausgezahlt wird, liegt nach der Faustformel bei etwa 4,50 €, und über viele Wetten streut er in einem Band von ungefähr 4,30 € bis 4,70 €, je nachdem, wie die zwei Wetten in diesem Markt tatsächlich ausgehen. Das ist der ganze Zauber einer 10-€-Freiwette in einem engen Zwei-Weg-Markt: Sie ist im Erwartungswert etwa 4,50 € wert, nicht 10 €, und nicht 0 €. Bei höheren Quoten steigt die Spanne, weil der durchschnittlich zurückbehaltene Einsatz-Anteil wächst; bei sehr niedrigen Quoten sinkt sie, und dafür steigen Umsatz und Risiko.

Wer das Gefühl hat, dass eine „Gratiswette“ sich kleiner anfühlt als ihr Nennwert, hat recht, und jetzt weiß er, warum.

Betway: Freiwette mit strenger Zahlungsregel

Bei Betway beträgt die Mindesteinzahlung per Skrill 5 € und die Mindestauszahlung 10 €; Skrill-Auszahlungen sind gebührenfrei und werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden freigegeben. Interessant ist eine Nebenbedingung dieser Zahlungsart: Einzahlungen per Skrill qualifizieren nur für die Willkommens-Freiwette, nicht für den Einzahlungsbonus. Per Trustly sind es ebenfalls 5 € Mindesteinzahlung und 10 € Mindestauszahlung, gebührenfrei, wobei Auszahlungen nur Guthaben ohne offene Bonus-Umsatzbedingung umfasst, auf ein Bankkonto auf den Namen des Kunden und nach vorheriger Trustly-Einzahlung.

Der eigentliche Preis liegt hier nicht in der Freiwette, sondern im Zahlungsweg. Wer die 24-Stunden-Auszahlung will, braucht dieselbe Einzahlungsmethode zurück, dieselbe Identität und ein Konto ohne offene Umsatzbedingung. Drei Bedingungen, die ein Spieler kennen sollte, bevor er den Bonus annimmt. Als Freiwett-Anbieter für den Gelegenheitsspieler ordentlich, aber nicht der Ort, an dem jemand schnell und unbeschwert Geld hin und her bewegt.

Bet3000: Erlaubnis seit diesem Frühjahr

Die Whitelist führt als Veranstalter der Sportwetten unter Bet3000 die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta, und verzeichnet die Erlaubnis für diese Domain mit dem Erstdatum 22. April 2026. Damit ist Bet3000 der jüngste Zugang in dieser Runde.

Was das für den Spieler bedeutet: Ein Anbieter, dessen deutsche Erlaubnis ein halbes Jahr alt ist, hat seine Prozesse unter deutscher Aufsicht gerade erst eingerichtet. Die Domain ist die spartengerechte, und das ist bei einem Anbieter, der aus einem anderen Markt kommt, keine Selbstverständlichkeit. Zu den Freiwett-Konditionen dieses Anbieters steht in dieser Runde nichts, was hier belegbar wäre; wer die Ersteinzahlung plant, liest die Angebotsbedingungen vorher.

MERKUR BETS: Zwei Geschenke, deren eines nie ausgezahlt wird

Merkur Bets bot Neukunden laut Mitteilung vom 14. Oktober 2024 bei einer Ersteinzahlung ab 1 € eine Freebet über 25 €, und wer die erste qualifizierende Kombiwette verliert, bekommt den Einsatz bis 75 € als Freebet erstattet, sofern er vor der Wette die Option „Neukunden-JokerBet“ gewählt hat. Beides sind Freiwetten, beide teilen dasselbe Schicksal: Der Einsatz kommt im Gewinn nicht mit.

Dazu kam der MERKUR BETS CLUB, der für Kombiwetten oder Betbuilder mit mindestens drei Auswahlen und einer Gesamtquote von mindestens 4,00 bei einem Wocheneinsatz von mindestens 25 € am Montag der Folgewoche eine Freebet über 5 € ausschüttete; die Aktion lief vom 9. Juni 2025 bis 14. Juli 2025. Diese Freebet musste innerhalb von 3 Tagen unter „Meine Boni“ aktiviert werden und verfiel, wenn sie nicht innerhalb von 7 Tagen nach Erhalt genutzt wurde. Sie galt nur für Einzel- oder Kombinationswetten, System- und Mehrwegwetten waren nicht zulässig. Bei einer damit platzierten Wette war kein Cashout möglich, ein Gewinn wurde abzüglich des Freebet-Einsatzes ausgezahlt, und für Wetten mit Quotenboost galt sie nicht.

Damit ist die Rechnung dieses Hauses ungewöhnlich transparent: 25 € nominale Freebet, die in einem Zwei-Weg-Markt zu 1,90 rund 11,25 € wert ist, mit einer Aktivierungsfrist von drei Tagen und einer Verfallfrist von einer Woche. Sechs Tage, um eine Wette zu finden, die der Spieler ohnehin gesetzt hätte. Der Kombi-Boost daneben gibt ab fünf Auswahlen einen Prozentbonus auf den Gewinn, 5 % bei fünf Auswahlen, je weitere Auswahl einen Prozentpunkt mehr, höchstens 30 % ab 30 Auswahlen, bei einer Mindestquote je Auswahl von 1,21, und Live-Wetten mit Boost sind grundsätzlich nicht erlaubt. Ein Boost, der den Gewinn erhöht und den Einsatz nicht rettet, ist ein Geschenk mit derselben Einschränkung wie die Freebet selbst.

Tipico: Ein Erbe ohne Freiwett-Historie

Die Tipico Co. Ltd. hat ihren Sitz im Portomaso Business Tower in San Ġiljan auf Malta und wurde 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik und Mladen Pavlovic gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle gegründet. Die Whitelist führt die Tipico Co. Limited mit einer Sportwetten-Erlaubnis für Tipico seit dem 9. Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022.

Bemerkenswerter als die Erlaubnisdaten ist für diese Seite etwas anderes: Tipico taucht in einem Verfahren auf, in dem es nicht um ein Geschenk geht, sondern um die Rückforderung von Verlusten. Ein Kläger verlangt mehr als 3.700 € aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück, und der Bundesgerichtshof hat die Frage dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt. Das Verfahren betrifft einen Zeitraum, in dem Tipico in Deutschland nicht über die Erlaubnis verfügte, die es heute hat; die jetzige Erlaubnis ist davon unberührt. Wer den Namen auf der Whitelist sieht, sieht einen Anbieter, der heute im Rechtsrahmen arbeitet, und der zugleich Teil einer grundsätzlichen Streitfrage ist, deren Ausgang offen ist.

Zu den aktuellen Freiwett-Konditionen dieses Anbieters steht in dieser Runde nichts Belegbares. Wer dort ein Neukundenangebot prüft, liest die Bedingungen vor der ersten Einzahlung, nicht danach.

Tipwin: Der Rechenschieber im Kleingedruckten

Der Sportwetten-Willkommensbonus von Tipwin beträgt 100 % der Einzahlung bis höchstens 100 €. Das klingt wie ein Geschenk und ist eine Aufgabe: Einzahlung und Bonus zusammen müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden, je Wettschein zählen höchstens 100 €, und nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80 zählen mit.

Rechnen wir das durch, im gleichen Beispielmarkt mit rund 5 % Marge. 100 € Einzahlung plus 100 € Bonus ergeben 200 €, die siebenmal umgesetzt werden müssen, also 1.400 € an Wettscheinen, die zählen. Bei 100 € pro Wettschein sind das 14 Wetten, alle mit einer Quote ab 1,80. Der erwartete Verlust aus diesem Umsatz, bei 5 % Marge, liegt bei rund 70 €. Ein Bonus von 100 €, der geschätzt 70 € an Umsatz kostet, ist kein schlechtes Geschäft, aber es ist auch nicht der Hunderter, den die Anzeige verspricht, und die 14 Wetten zu Quoten ab 1,80 sind der eigentliche Aufwand.

Dazu kommen Hürden, die erst nach der ersten Wette sichtbar werden. Nur verifizierte Konten erhalten den Bonus; wer vor der Verifizierung einzahlt, kann ihn erst mit der nächsten Einzahlung beanspruchen. Wetten mit angenommenem Ticketrückkauf zählen nicht zum Umsatz. Der Bonus gilt einmal je Person, Konto, Haushalt, Zahlungsmittel, Gerät und IP-Adresse. Und Auszahlungen sind erst nach Erfüllung der Umsatzbedingungen möglich, wenn bei einer weiteren Einzahlung noch ein Restguthaben von mehr als 1 € auf dem Konto liegt, wobei für die Auszahlung alle gespielten Ereignisse abgeschlossen sein müssen. Das ist die härteste Auszahlungsregel in dieser Runde: solange ein Rest von mehr als einem Euro liegt, ist das Geld nicht weg, aber es sitzt.

DAZN Bet: Erst informieren, dann einzahlen

Die Whitelist führt für DAZN Bet als Inhaber der Erlaubnis die DZBT Operations Limited, Erstdatum 22. August 2023. Der Anbieter hat über den Sender ein Publikum, das die Sportarten kennt, und er hat bei der Verifizierung nichts zu verschenken: Ein Konto wird nach den Regeln, die für alle gelten, vor der ersten Einzahlung verifiziert, und Deutschland erlaubt die Teilnahme ab 18.

Eine klar umrissene Regel betrifft Cash Out: Bei DAZN Bet ist er nur bei Einzel- und Kombiwetten möglich, nicht bei Systemwetten und nicht bei als Freiwette platzierten Wetten; der Betrag richtet sich nach den aktuellen Quoten, und die Verfügbarkeit wird nicht garantiert. Das ist die zweite Einschränkung dieser Art, die den eigentlichen Charakter des Instruments verdeutlicht: Ein Cash Out verwandelt eine laufende Wette in Geld, und wenn der Einsatz ohnehin aufgeliehen war, möchte der Anbieter diesen Weg nicht öffnen.

Wer eine Freiwette bei einem Anbieter annimmt, dessen Bedingungen sagen, dass es für diesen Einsatz kein Cash Out gibt, sollte sich dessen bewusst sein: Auf eine Freiwette laufen zu lassen, ist ein Starren auf ein Ergebnis. Aussteigen ist ausdrücklich nicht vorgesehen.

Betano: Neue Marke, alte Erlaubnis

Als Anbieter von Betano führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Ġiljan, Malta, Stand der Liste 2. Oktober 2026. Die Erlaubnis für dieses Angebot besteht seit dem 19. Februar 2021, mit einer Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022.

Eine Erlaubnis aus dem Jahr 2021 in diesem jungen Markt ist beinahe ein Pionierdokument, und sie ist der belastbarste Teil der Geschichte dieser Marke, weil der Name zu denen gehört, die in Deutschland vor einigen Jahren anders klangen. Was eine Erlaubnis nicht sagt, ist etwas über die Angebotsgestaltung. Zu einem Freiwett-Angebot dieses Anbieters lässt sich an dieser Stelle nichts Belegbares sagen; das ist bei einem Anbieter mit einem großen Live-Programm bedauerlich, aber es ist so.

VBet: Erlaubnis seit Ende 2023

Die SCGO Limited, Veranstalterin der Sportwetten unter VBet, sitzt im Luxe Pavilion, Portomaso, St. Julian’s, Malta, und die GGL verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für VBet seit dem 5. Dezember 2023. Zwei Jahre deutscher Marktzeit sind keine kurze Zeit, aber auch keine lange.

Was das bedeutet, hängt davon ab, was der Spieler sucht. Wer Kontinuität und einen Anbieter will, dessen Prozesse in Deutschland seit Jahren eingespielt sind, wird bei einem Anbieter mit einer so jungen Erlaubnis mehr Verifizierungsschritte und weniger Sonderlocken finden. Wer schlicht ein Wettprogramm braucht und den Bonus nicht überbewertet, hat hier einen vollständig erlaubten Anbieter, und die Whitelist ist die einzige Zusicherung, die zählt. Zu Freiwett-Konditionen dieses Anbieters steht hier nichts Belastbares; wer sie sucht, liest das Wettprogramm und die Angebotsbedingungen selbst.

Sportwetten.de: Bonusgeld statt Freiwette

Das Willkommensangebot von Sportwetten.de ist ein Einzahlungsbonus in Form von Bonusgeld: 100 % der ersten Einzahlung, höchstens 100 €, gutgeschrieben sofort nach einer Ersteinzahlung von mindestens 10 €, wobei die erste online getätigte Einzahlung maßgeblich ist.

Hier liegt der Fall, der die Unterscheidung dieser Seite perfekt illustriert. Bonusgeld ist nicht dasselbe wie eine Freiwette. Wer Bonusgeld setzt, setzt den Einsatz aus dem Guthaben, und dessen Ertrag kann nach Erfüllung der Bedingungen vollständig ausgezahlt werden. Wer eine Freiwette setzt, setzt einen Gutschein, und der Einsatz bleibt draußen. Der Unterschied zwischen beiden Modellen beträgt bei einer 10-€-Wette zu Quote 2,50 genau 10 €, nämlich den Einsatz, der einmal mitkommt und einmal nicht.

Der Anbieter ist trotzdem in dieser Vergleichsriege, weil seine Erlaubnis sauber ist und weil seine 10 € Mindesteinzahlung zu den niedrigsten hier gehört. Die Whitelist führt für die Domain als Inhaber NetX Betting Limited, Erstdatum 19. November 2020, Folgeerlaubnis 16. Dezember 2022. Wer den Unterschied zwischen Bonusgeld und Freiwette nicht mehr verwechselt, verwechselt auch kein Angebot.

bet365: Das Haus mit dem ehrlichsten Kleingedruckten

Bet365 bewirbt auf bet365 für Neukunden „bis zu 100 € in Wett-Credits“. Die Credits werden nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung freigegeben, und die Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht. Die Whitelist führt als Anbieter von bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta, seit dem 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022.

Die Freischaltungsbedingung ist der Punkt, den die Werbung nicht betont. Wer 100 € Credits will, muss zuerst Wetten im Wert von 100 € abrechnen. Der Einsatz kommt aus dem eigenen Guthaben, und erst danach wird das Geschenk sichtbar. Anders als bei Tipwin müssen diese Wetten nicht siebenmal wiederholt werden; sie müssen einmal abgerechnet werden. Das ist ein moderater Weg, ein Geschenk erst dann auszuzahlen, wenn der Kunde wirklich gesetzt hat, und es ist die sauberste Regel in dieser Runde.

Rundherum hat bet365 ein Programm, das den Wert des Instruments kleiner macht als die Anzeige: einen Boost für den Wetten-Konfigurator bei drei oder mehr Auswahlen und kombinierten Quoten von 2,00 oder höher, einen Gewinn-Boost für Kombiwetten, dessen Prozentsatz von der Zahl der Auswahlen abhängt. Im Hilfezentrum sind Wetten-Konfigurator, Gewinn-Boost, Cash Out, „Einwechslung+“ (eine Spielerwette läuft bei einer Auswechslung weiter) und „Wette teilen“ beschrieben. Das ist mehr Werkzeug als bei jedem anderen Anbieter in dieser Runde, und die Credits sind nur der Eingang.

Häufige Fragen zu Freiwetten

Was bedeutet Freiwette bei Sportwetten?

Eine Freiwette ist ein Einsatz, den der Anbieter für eine einzelne Wette stellt. Der Spieler muss dafür nichts einzahlen, das Kapital gehört ihm aber nicht: Verliert die Wette, ist nichts fällig; gewinnt sie, wird nur der Gewinn ausgezahlt. Bei Quote 2,50 und 10 € Freiwette kommen also 25 € an.

Wird der Einsatz einer Freiwette zusammen mit dem Gewinn ausgezahlt?

Nein. Und das ist keine Marotte einzelner Anbieter, sondern die Definition des Instruments. Bei bet365 formuliert man es selbst: Gewinne aus den Wett-Credits enthalten den Einsatz nicht. Bei Merkur Bets wird ein Gewinn abzüglich des Freebet-Einsatzes ausgezahlt. Eine 10-€-Freebet zu Quote 1,90 bringt also 9 € Gewinn.

Woran ist erkennbar, ob eine Freiwette ohne Einzahlung an Bedingungen wie Mindestquote oder Frist geknüpft ist?

An den Angebotsbedingungen, und dort fast immer an denselben vier Stellen: Frist, Mindestquote, Gültigkeit der Wettarten und Ausschluss von Cash Out. Bet-at-home etwa band seine Gratiswette an eine Platzierung bis zum 28. Juni 2026 um 18:00 Uhr und an eine Registrierung im genannten Zeitraum. Auch ein kostenloses Angebot ist ein Vertrag.

Wie lässt sich auf der GGL-Whitelist prüfen, ob ein Anbieter eine Freiwette rechtmäßig anbieten darf?

Man sucht die Domain des Anbieters im Verzeichnis der erlaubten Glücksspielanbieter der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Nur eine dort geführte Domain unter der Sportwetten-Erlaubnis darf Sportwetten anbieten; Slots-, Poker- und Casino-Erlaubnisse desselben Inhabers sagen dazu nichts. Eine .de-Adresse allein genügt nicht als Nachweis. Werbung für Sportwetten darf ohnehin nur ein Erlaubnisinhaber schalten.

Wie wirken sich Mindestquote und Umsatzbedingungen auf den Wert einer Freiwette aus?

Beide erhöhen den tatsächlichen Aufwand. Eine Mindestquote von 1,80 wie bei Tipwin verengt die Auswahl auf einen kleinen Teil des Programms; bei Winamax genügt 1,05, was fast jede Wette erfüllt. Umsatzbedingungen betreffen meist den Bonus oder Einzahlung und Bonus zusammen und sind der größere Posten. Bei Tipwins siebenfachem Umsatz kostet das im Beispielmarkt mit 5 % Marge schätzungsweise 70 € auf 100 € Bonus.

Wie berechnet sich der Gewinn einer Freiwette bei einer Quote von 2,50, wenn der Einsatz nicht mitgezahlt wird?

Der Einsatz wird mit der Quote multipliziert und der Einsatz abgezogen, es bleibt also Einsatz × (Quote − 1). Bei 10 € Freiwette und Quote 2,50 sind das 15 € Gewinn, nicht 25 €. Der ausbezahlte Betrag liegt bei 15 €, weil die 10 € selbst nie dem Spieler gehörten.

Inhalt erstellt vom Team «Wettanbieter mit Einzahlungsbonus»