Die besten Sportwetten Apps 2026 im Vergleich: Zehn Anbieter mit GGL-Erlaubnis

Updated Oktober 2026
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Auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen 27 Anbieter mit einer Sportwetten-Erlaubnis, und keine einzige davon ist mobil schlechter erreichbar als die andere. Eine Hand hält ein Smartphone, das Display bleibt dunkel, und genau darum geht es hier: Zehn Apps, alle von Anbietern mit deutscher Erlaubnis, sortiert danach, was sie einem Spieler tatsächlich abverlangen — Umsatz, Mindestquote, Verifizierung, Zahlung in eigenem Namen.

Eine Hand hält ein Smartphone mit dunklem Display, im Hintergrund unscharf ein Café-Tisch mit einer Tasse.
Die Tipico Sportwetten App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten und nennt „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein.

Stand: 30. Oktober 2026. Die Erlaubnisangaben wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in der Fassung vom 2. Oktober 2026 geprüft.

Wer eine App sucht, sucht selten eine App. Gesucht wird ein Ort, an dem eine Wette in unter einer Minute abgegeben ist und an dem das Geld, falls es denn kommt, auch ankommt. Das sind zwei verschiedene Fragen, und die zweite entscheidet mehr über den Spaß als die erste. Zwei Sätze, die sich wie Werbung anhören, aber keiner sind: Quoten und Bedienung sind austauschbar, die Bedingungen nicht. Und die Bedingungen stehen nie auf einem Werbebanner.

Die zehn Wett-Apps im Vergleich: Erlaubnis, Betreiberin und seit wann

Zehn Namen, zehn Apps, eine Gemeinsamkeit, die mehr wert ist als jedes Funktionsmerkmal. Alle Betreiberinnen dieser Liste führen ihre Sport-Domain auf der Whitelist der GGL mit einem echten Sportwetten-Permit. Diese Liste ist keine Rangfolge und keine Empfehlung. Sie ist ein Startpunkt, und der erste Blick des Lesers darf ruhig auf das Datum in der letzten Spalte fallen — es verrät mehr über einen Anbieter als jedes Bonusversprechen.

Ein Notizbuch mit handgeschriebenen Stichpunkten und ein Bleistift liegen auf einem Holztisch im Morgenlicht.
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) warnte am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“.

Beim Betreibernamen lohnt die Mühe: Die Marke, die auf dem Handy-Display leuchtet, ist fast nie die Firma, die für die Wette haftet. Aus Malta, aus Gibraltar, aus London — deutsch ist hier nur die Aufsicht, nicht das Kapital.

Anbieter Status und Inhaberin auf der GGL-Whitelist Sportwetten-Erlaubnis seit Wo die App angeboten wird
Bet3000 Sportwetten-Permit für Bet3000.de; Inhaberin I.B.C. Sportsbetting Limited (Sliema, Malta) 22.04.2026 —
bpremium Sportwetten-Permit für Bpremium.de; Inhaberin Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 —
VBet Sportwetten-Permit für Vbet.de; Inhaberin SCGO Limited (St. Julian’s, Malta) 05.12.2023 —
DAZN Bet Sportwetten-Permit für DAZN Bet; Inhaberin DZBT Operations Limited 22.08.2023 Apple App Store
888sport Sportwetten-Permit für 888sport; Inhaberin 888 Germany Limited 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022 —
bwin Sportwetten-Permit für Bwin.de; Inhaberin bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 23.12.2022 Apple App Store
Tipico Sportwetten-Permit für Tipico.de; Inhaberin Tipico Co. Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022 Apple App Store
MERKUR BETS Sportwetten-Permit für MERKUR BETS; Inhaberin Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023 Apple App Store und Google Play
Sportingbet Sportwetten-Permit für Sportingbet.de; Inhaberin Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 —
NEO.bet Sportwetten-Permit für NEO.bet; Inhaberin Greenvest Betting Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022 Apple App Store

Die erste Erlaubnis gilt fünf Jahre, und die Whitelist nennt nur ein Erstdatum, nie ein Ende. Wer in der Tabelle ein Enddatum vermisst, vermisst nichts: Es gibt keines zum Nachlesen. Ein Anbieter mit Erstdatum 09.10.2020 trägt deshalb längst eine Folgeerlaubnis, und nur deshalb steht er überhaupt noch in der aktuellen Liste. Bet3000 ist der Neuling mit einem Erstdatum aus diesem Jahr, Sportingbet und NEO.bet sind Altbestände aus dem ersten Vergabejahr. Über die Qualität ihrer Wettprogramme sagt das nichts, über ihre Behördengeschichte einiges.

Und dann die Spalte, die nur bei vier der zehn gefüllt ist. Das ist kein Versehen, sondern die ehrlichste Zeile der ganzen Liste. Nur für DAZN Bet, bwin, Tipico und MERKUR BETS benennen die Store-Einträge ausdrücklich eine App — die übrigen führen zwar ebenfalls Sportwetten unter deutscher Erlaubnis, eine App ist dort aber nicht belegt. Wer bei einem dieser sechs Anbieter auf eine native App hofft, prüft das im Zweifel vor der Registrierung, nicht danach.

Aufteilung in drei Gruppen, damit die zehn Namen greifbar werden. Die Plattform-Erben — bwin, bpremium, Sportingbet, Tipico — tragen Erstdaten aus dem Herbst 2020 und sind damit die Erlaubnis-Pioniere des heutigen Marktes. Die Rennbahn- und TV-Nachbarn: MERKUR BETS, dessen App dieselbe Hülle mit MERKUR SLOTS teilt, und DAZN Bet, das über den Streamingdienst an die Wette andockt. Und die Spätstarter VBet, Bet3000, NEO.bet und 888sport, deren Erlaubnisse zwischen 2021 und 2026 hinzukamen. Ein Kaufargument ist keine dieser Gruppen. Es sind Beobachtungskategorien.

Der Vorbehalt, der hier hingehört: Ein Whitelist-Eintrag gilt für die Domain unter dem Sportwetten-Permit. Eine Slot-, Poker- oder Casino-Erlaubnis derselben Inhaberin sagt über das Sportwettenangebot nichts — es sind getrennte Erlaubnisse mit getrennten Regeln.

Worauf es bei einer Wett-App wirklich ankommt

Ein Smartphone mit dunklem Display, eine Hand, ein Café-Tisch: Der Ort, an dem Wetten heute entstehen, hat mit einer Wettannahme nichts mehr zu tun. Das ändert, welche Eigenschaften einer App zählen — und welche nur im Marketingkatalog gut aussehen.

Ein Schlüsselbund und eine Brille liegen auf einem leeren Block neben einem Fenster mit Regentropfen.
Generalanwalt Emiliou hält es in den Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) für möglich, unlizenzierte Wettanbieter zur Rückzahlung von Einsätzen zu verpflichten.

Eine Sportwetten-App ist nichts anderes als eine Oberfläche über einem Wettprogramm. Alles, was auf dem Server passiert, entscheidet; auf dem Display wird es lediglich bedienbar. Deshalb führt die erste Prüfung nicht ins Design, sondern in das Erlaubnisdokument: Seriös ist eine App dann, wenn ihr Anbieter ein deutsches Permit nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV besitzt und mit seiner Domain in der Whitelist nach § 9 Abs. 8 steht. Das ist die einzige belastbare Prüfung. Ein .de-Domainname beweist gar nichts, und eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Erlaubnis hat in Deutschland keinerlei Bedeutung.

Erlaubt ist fixiertes Quotenwetten auf den Ausgang einer Veranstaltung oder eines Abschnitts davon sowie auf Ereignisse darin — als Einzel- oder Kombiwette (§ 21 Abs. 1) —, und zwar nur in den Wettarten des Sportwettprogramms, die die GGL zugelassen hat (§ 21 Abs. 5). Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht möglich, E-Sport-Wetten ebenfalls nicht: Die GGL erkennt E-Sport nicht als Sport an, lizenzierte E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht.

Die dreißigste Frage nach der Zahlungsmethode beantwortet keine Bewertung, sondern die Regel dahinter. Nach § 6b Abs. 4 dürfen Ein- und Auszahlungen nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut laufen. Genau das hält Krypto und anonyme Prepaidkarten aus dem lizenzierten deutschen Sportwettenangebot draußen, und es erklärt, warum ein PayPal-Konto auf den Namen der Partnerin nicht funktioniert. Welche Marken ein Anbieter akzeptiert, ist dann seine eigene Sache — und steht nur in seinen Bedingungen.

Zwei Betriebsdetails trennen eine gute App von einer hübschen. Erstens die Auszahlung: Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, und bei Kontoschließung wird der Saldo innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7). Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung ausgezahlt. Zweitens das Konto selbst: Die Verifizierung ist keine Hürde vor dem Vergnügen, sie ist die Lizenz des Betreibers, mit dem Geld des Spielers umzugehen — dazu kommt gleich mehr.

Und dann ist da noch die Wettschein-Kontrolle. Cash Out, Live-Streaming, Bet Builder, Quoten-Boost: Jede App hat heute eine Liste davon, und keine dieser Funktionen folgt aus einem Gesetz. Für Cash Out existiert weder eine Vorschrift noch eine Regel der Aufsicht — es ist reine Anbieterleistung, mit allen Freiheiten, die das mit sich bringt. Für den Spieler heißt das: Diese Funktionen sind Argumente, aber sie sind nicht das Fundament.

Wann eine Sportwetten-App seriös ist: Whitelist, Erlaubnis und das, was eine Nichtigkeit kostet

Die Frage nach der seriösen Sportwetten-App ist keine Vertrauensfrage. Sie ist eine Registerfrage mit einer eindeutigen Antwort, und diese Antwort lässt sich in zwei Minuten selbst nachsehen.

Vorgehen in vier Schritten: Domain der App notieren, die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder öffnen, den Namen der Betreiberin zum Eintrag zuordnen, das Erstdatum der Erlaubnis notieren. Wer danach immer noch unsicher ist, ist nicht misstrauisch, sondern hat das falsche Werkzeug benutzt — die Whitelist ist die einzige amtliche Prüfung, kein Gütesiegel, kein Testbericht und schon gar kein Bewertungsportal.

Der Stand vom 2. Oktober 2026 enthält 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Permit, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, und drei Inhaber ausschließlich für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain — und daraus folgt sofort, warum die Domainendung allein nichts beweist. Sie ist eine Auffälligkeit, keine Prüfung.

Was eine fehlende Erlaubnis ist, steht nicht in der Werbung. Das Angebot von Sportwetten an Personen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis ist unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV, und die zuständige Finanzbehörde sorgt dafür, dass eine Steuerzahlung daran nichts ändert: Die Sportwettensteuer trifft auch unlizenzierte Veranstalter. Eine bezahlte Steuer ist deshalb kein Nachweis für eine Erlaubnis, auch wenn einige Anbieter genau diese Verwechslung gerne offenlassen. Die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ — so geschehen in einer Mitteilung vom 17. September 2026.

Strafrechtlich stehen das Veranstalten nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe und die Werbung dafür mit bis zu einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Eine Verfolgung einzelner Spieler ist nicht belegt — weder als Freibrief noch als Drohkulisse. Gegen illegal tätige Anbieter arbeitet die Behörde mit Untersagungsverfügungen, Zahlungs- und Netzsperren (§ 9).

Der Zivilrechtsweg läuft parallel und ist der Teil, den Spieler am ehesten falsch verstehen. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) hält Generalanwalt Nicholas Emiliou es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Eine Rückzahlung ist damit niemandem versprochen. Es ist ein Verfahren, kein Anspruch, und wer darauf baut, baut auf einen Ausgang, den niemand kennt.

Die Rechnung der Legalität hat zwei Spalten, und keine davon ist kostenlos. Auf der einen Seite: Rechtssicherheit und Spielerschutz, dafür das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat als Standard, eingeschränkte Live-Märkte, vollständige Verifizierung und Zahlungen nur vom eigenen Konto. Auf der anderen Seite: keine Erlaubnis, keine OASIS- und keine LUGAS-Anbindung, kein deutscher Rechtsweg — dafür höhere Limits und anonymere Wege. Wer ein hohes Limit über alles stellt, muss wissen, dass er dafür die Verbindung zum Selbstausschlussregister aufgibt. Das ist der Preis, und er ist nicht in Euro ausgedrückt.

Spielerschutz in jeder App: was das Einzahlungslimit, OASIS und der Panikbutton bedeuten

Nichts an diesen Regeln hängt vom Gerät ab. Ob App, Mobilversion im Browser oder Desktop — die Sperre greift überall, und wer eine Wette über ein Ausweichangebot platziert, um sie zu umgehen, hat sie nicht umgangen, sondern verlassen.

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3). Ein Konto pro Anbieter, vollständige Verifizierung (§ 6a). Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel erlauben, mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlungen. In dieser Frist entscheidet sich, ob ein Konto ein Konto wird oder ein Datenpaket bleibt.

Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt standardmäßig über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt (§ 6c Abs. 1). Es ist ein geteilter Topf, keine Obergrenze pro Haus. Wer bei drei Anbietern je 1.000 € einzahlt, hat die Regel nicht dreimal erfüllt, sondern sie gebrochen. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, darf für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit setzen — bis 10.000 €, in einer schmalen Spitze von 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler — und das nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung genügt dafür nicht. Senken wirkt sofort, erhöhen erst nach sieben Tagen.

Das Spielersperrsystem OASIS (§§ 8, 8a) ist das bundesweite Verzeichnis, das bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn eine Frist genannt wird, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst sofort eine 24-stündige Sperre aus. Paralleles Spielen ist nach § 6h über die Aktivitätsdatei untersagt — auch das eine Regel, die nur innerhalb des lizenzierten Marktes funktioniert. Auslandssites sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen; ein Kontrollinstrument, das den Anbieter nicht kennt, kontrolliert ihn nicht.

Für die App-Wahl folgt daraus eine einfache Sortierung. Bei einem Anbieter mit Erlaubnis kostet die Verifizierung Zeit, schützt aber das Guthaben über das Treuhandkonto und öffnet den Weg zu Limits, Sperren und Auszahlungsfristen. Bei einem Angebot ohne Erlaubnis ist der Weg kürzer und die Rückgriffsmöglichkeit kürzer mit ihm. Wer sein Smartphone zur Wettzentrale macht, sollte das wissen, bevor er sie einrichtet — nicht danach.

Wettguthaben, Bonus und Freiwette in der App: woran die Bedingungen hängen

Das Wort „Gratiswette“ ist das amtlich ungeschützteste des ganzen Themas. Im GlüStV steht keine einzige Vorschrift, die einen Sportwettenbonus begrenzt, keine für die Höhe, keine für die Umsatzbedingungen und keine für die Mindestquote. Alles, was ein Neukundenangebot ausmacht, legt der Anbieter selbst in seinen Bedingungen fest — und genau dort wird es interessant.

Begriffe, die auseinandergehalten werden wollen. Wettguthaben ist nicht Bargeld: Es liegt als Gutschrift im Wettkonto, wird auf den Wettschein gerechnet und ist in aller Regel nicht auszahlbar. Eine Gratiswette, Freiwette oder ein Freebet ist eine Wette, deren Einsatz nicht mit ausgezahlt wird — gewinnt sie, kommt nur der Gewinn, nicht der Einsatz. Ein Cash-Bonus bleibt ein Cash-Bonus, ein Quoten-Boost bleibt ein Quoten-Boost und eine Cashback-Aktion bleibt eine Cashback-Aktion; keine dieser Formen wird zur anderen, nur weil ein Werbebanner das Wort „Gratis“ enthält. Und ein „risikofreies“ Angebot, das als Freiwette zurückerstattet wird, ist keine Rückerstattung in Geld.

Die Mechanik dahinter: Umsatzbedingungen sagen, wie viel Wettenvolumen mit dem Guthaben erzeugt werden muss, bevor eine Auszahlung daraus möglich ist. Eine Mindestquote sagt, welche Quoten für die Anrechnung zählen — und eine Kombiwette aus drei Favoriten zu je 1,20 erfüllt eine Mindestquote von 1,80 in der Regel nicht, während eine Wette auf dieselben drei Ereignisse als Kombi genau daran scheitern kann. Beide Bedingungen sind Erfindungen des Anbieters, und beide kosten den Spieler etwas: Der Umsatz bringt ihn dazu, mehr zu wetten, als er wollte, und die Mindestquote zwingt ihn von den sicheren kleinen Quoten weg.

Wer das rechnet, landet bei einem unspektakulären Ergebnis. Ein Bonus von 100 € mit zehnfachem Umsatz verlangt 1.000 € Wettenvolumen. Bei einer Wette von 10 € je Wettschein braucht das 100 Wetten. Die Marge im 1X2-Markt liegt bei einem Quotenschlüssel von etwa 95 %, also rund 5 % — hochgerechnet führt dieser Umsatz in seiner Größenordnung zu etwa 50 €, die als Marge im Markt verschwinden. Das ist eine statistische Schätzung unter der Annahme, dass nur der Bonusbetrag umgesetzt wird, und sie gilt nur für einen Markt mit genau diesem Quotenschlüssel. Sie verspricht keinen Gewinn und keinen Verlust; sie beschreibt, was das Clearing im Mittel kostet.

Auch die Frist hat ihren Platz in dieser Rechnung. Eine Umsatzbedingung, die nur wenige Tage gilt, verlangt 100 Wetten in wenigen Tagen — eine Vorgabe, die für einen Gelegenheitswetter entweder unerreichbar ist oder ihn zu Einsätzen treibt, die er sonst nie platziert hätte. Ein Anbieter, der hier großzügig ist, hat seinen Bonus nicht teurer gemacht, sondern ehrlicher.

Was in Deutschland nicht beworben werden darf, ist wichtig für den Blick auf die Apps. Nur Erlaubnisinhaber dürfen überhaupt für Sportwetten werben (§ 5 Abs. 7). Für Sportwetten gilt das Verbot, in einem Spot für eine Wette auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während dessen Live-Übertragung auf demselben Kanal zu werben, ebenso das Verbot von Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären und von Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Das 06:00- bis 21:00-Verbot aus § 5 Abs. 3 Satz 1 betrifft dagegen Automaten, Online-Poker und Online-Casinospiele — nicht den Sportwettenmarkt. Eine Sportwetten-App, die pausenlos mit Live-Wetten auf das laufende Spiel wirbt, wäre also kein Zeichen von Größe. Sie wäre ein Zeichen.

Touchscreen, Download und Installation: App oder Browser auf dem Handy

Auf dem Touchscreen entscheiden Bedienung und Stabilität, nicht das Logo. Ein Blick auf die erste Minute genügt: Wie viele Taps bis zum Wettschein, wie reagiert die Wette bei schlechtem Netz, was passiert nach einem Abbruch mitten in der Abgabe.

Die installierte App und die Mobilversion im Browser sind nicht dasselbe Produkt. Die App kann Push-Benachrichtigungen, Gesichtserkennung beim Login und einen Zugriff auf die Zwischenablage, den der Browser nicht hat. Die Mobilversion läuft dafür ohne Installation, ohne Freigaben und ohne Store-Konto. Wer die App nur wegen eines Bonus installieren will, sollte sich fragen, ob die Benachrichtigung über ein gefallenes Tor ihn wirklich erreicht oder nur überzeugt, noch einmal einen Wettschein auszufüllen. Wetten sind nicht langweilig, weil es die App an Zusatzgeschwindigkeit fehlt — im Gegenteil.

Sicher geladen wird die App aus den offiziellen Stores von Apple oder Google, und zwar unter dem Namen des Entwicklers aus dem Store-Eintrag. Eine APK-Datei aus einer fremden Quelle oder ein Link in einer Nachricht ist keine Installation, sondern ein Einfallstor — wer eine Sportwetten-App braucht, braucht sie nicht von einer Landingpage. Der Entwicklername ist der eigentliche Prüfpunkt: Er verrät oft eine andere Firma als die Marke auf dem Display, und in einigen Fällen, wie bei IBID Malta Limited für DAZN Bet, sogar eine andere Firma als die für den deutschen Markt genannte Betreiberin.

Nach der Installation beginnt ohnehin das, was keine App abnimmt. Die Registrierung stößt die Verifizierung an, die OASIS-Abfrage läuft im Hintergrund, und mit der ersten Einzahlung zieht das Limit der Limitdatei. Eine Sportwetten-App ohne diese drei Schritte wäre entweder kein erlaubtes Angebot oder eine App, die noch wartet.

Die Sportwetten-Apps der erlaubten Anbieter im Einzelnen

Zehn Apps, zehn Profile. Die Angaben stammen aus den App-Store-Einträgen und den Bedingungen der Anbieter selbst — dort steht, was die App kann und was sie kostet. Wo eine Angabe fehlt, steht das nicht als Lücke im Text, sondern als Zeile, die sich ohne Angabe ganz normal liest.

Bet3000: der Neuling mit der jüngsten Erlaubnis in dieser Liste

Bet3000 hält ein Sportwetten-Permit für Bet3000.de, Inhaberin ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Das Erstdatum der Erlaubnis ist der 22. April 2026 — der jüngste Eintrag dieser zehn Anbieter, und der einzige, der in dieses Jahr fällt. Die Whitelist führt kein Enddatum; ein Erstdatum aus 2026 ist damit schlicht eine Aussage über den Anfang, nicht über die Haltbarkeit.

Was daraus für den Spieler folgt: Wer zu den ersten zählen will, findet hier einen Anbieter am Anfang seiner Erlaubnishistorie statt am Ende eines Angebotszyklus. Der ehrliche Vorbehalt ist derselbe wie bei jedem Startjahr — Neulinge haben ihre Registrierungsabläufe noch nicht über Jahre eingefahren. Dass der Eintrag im Store die App nicht nennt, ist bei diesem Neuling kein Ausschlusskriterium.

Ein Anbieter mit einem halben Jahr Erlaubnis ist kein schlechter Anbieter. Er ist ein unbeschriebener.

bpremium: Ladbrokes in Deutschland, mit einer Erlaubnis aus dem ersten Vergabejahr

Bpremium.de wird von der Ladbrokes (Deutschland) Limited betrieben, Sitz Unit 6, St Business Centre, 120 The Strand, Gzira, Malta, Registernummer C92799, so die Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 3. April 2023. Das Erstdatum der Sportwetten-Erlaubnis ist der 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis datiert vom 21. Dezember 2022. Der Markenname bpremium verbirgt also eine der ältesten Erlaubnisgeschichten im hiesigen Markt.

Eine Erlaubnis aus dem ersten Vergabejahr bedeutet nicht, dass das Produkt eingefahren ist — es bedeutet, dass die Firma auf einem geregelten deutschen Markt so lange arbeiten darf, wie die Whitelist sie führt. Wer Wert auf eine nachprüfbare Kontinuität legt, wird hier fündig. Dass für bpremium keine App im Store gelistet ist, ändert an der Lizenzlage nichts.

Ein Name sagt hier weniger als die Registernummer. Genau darum steht sie in der Tabelle.

VBet: seit 2023 dabei, mit maltesischer Betreiberin und ohne Store-Eintrag

Für Vbet.de trägt die Whitelist ein Sportwetten-Permit ein, Inhaberin ist die SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, STJ 4010, St. Julian’s, Malta. Die Erlaubnis ist seit dem 5. Dezember 2023 verzeichnet. Knapp drei Jahre im regulierten deutschen Markt — genug für Routine, nicht genug, um von einer langen Reihe zu sprechen.

Ein Anbieter dieser Größenklasse lebt vor allem von seinem Wettprogramm und seinen Zahlungswegen, nicht von einer App-Präsenz in den Stores. Wer wissen will, wie VBet an Ein- und Auszahlungen herangeht, findet das in VBet’s eigenen Wettbedingungen; die Domain selbst ist die belastbare Angabe.

Wer eine App zwingend im Store braucht, prüft hier vor der Registrierung. Alles andere wäre geraten.

DAZN Bet: die Streaming-Wette mit namentlich benannter iOS-App

Die DAZN-Bet-App für das iPhone führt IBID Malta Limited als Entwickler im App Store; als Betreiberin für den deutschen Markt ist die DZBT Operations Limited genannt. Die Entwicklerbeschreibung nennt Live-Wetten und Cash Out direkt im Wettschein. Die GGL-Erlaubnis für DAZN Bet ist seit dem 22. August 2023 verzeichnet.

Das ist eine App, die den Stream in ihre Logik einbaut: Wer ohnehin ein Spiel schaut, kann in derselben Sitzung einen Wettschein öffnen. Der Preis dieser Bequemlichkeit ist die Nähe — wer live setzt, setzt häufiger, und häufiger setzen heißt bei jeder Wette die Marge zahlen, egal wie der Ausgang aussieht. Das ist keine Betrugsgeschichte, das ist Arithmetik.

Für eine bestimmte Sorte Spieler ist das die richtige App. Für die andere die falsche. Dazwischen gibt es nichts.

888sport: die Gibraltar-Gruppe mit langer Erlaubniskette

Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie notiert seit September 2005 an der London Stock Exchange. Betreiberin des deutschen Angebots auf 888sport ist jedoch die 888 Germany Limited, deren Sportwetten-Permit die Whitelist mit Erstdatum 30. Juni 2021 und Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022 führt.

Börsennotierung und deutsche Erlaubnis sind zwei verschiedene Dinge, und die Trennung lohnt: Die Holding ist ein Kapitalmarktvehikel, die Erlaubnis ein Betriebsvorgang. Für den Spieler zählt nur der zweite. Dass dort keine App explizit genannt wird, ist in diesem Kontext nicht relevant.

Ein Platz in dieser Liste entsteht nicht durch einen Börsenzettel, sondern durch einen Eintrag in Halle.

bwin: die App mit Cashout, Streams und Kombi-Boost

Die „bwin – Sportwetten App“ wird im Apple App Store von der bwin.party entertainment Limited angeboten. Die Entwicklerbeschreibung nennt Cashout (manuell und automatisch), Live-Streams, Live-Statistiken sowie Kombi-Boost und Quoten-Boost. Auf der Whitelist steht für Bwin.de die bwin (Deutschland) Limited als Inhaberin, Erstdatum 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022.

Das Funktionspaket ist das vollste in dieser Gruppe: Der Name „Cashout (manuell und automatisch)“ sagt, dass die App dem Spieler die Entscheidung abnimmt, wenn er sie abgeben will. Das ist bequem und teuer zugleich. Ein automatischer Cashout verkauft einen Wettschein zu einem Anbieterpreis, und dieser Preis ist per Definition schlechter als der faire Wert — sonst gäbe es ihn nicht. Der Quoten-Boost dagegen ist ein Marketinginstrument, das den Quotenschlüssel eines einzelnen Marktes verschiebt, ohne den aller anderen zu berühren.

Wer Automatisierung will, wird sie hier finden. Wer sie nicht will, muss sie bewusst abschalten können.

Tipico: Cashout als Wettschein-Kontrolle, seit der ersten Stunde erlaubt

Die Tipico Sportwetten App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten. In der Entwicklerbeschreibung stehen „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Fußballspiels. Die Sportwetten-Erlaubnis für Tipico.de führt die Whitelist unter der Tipico Co. Limited, Erstdatum 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022 — und dieselbe Marke steht am Anfang der beiden Gerichtsverfahren, die im Abschnitt „Wann eine Sportwetten-App seriös ist“ beschrieben sind.

Zwei Dinge gehören bei diesem Namen zusammen: eine der frühesten Erlaubnisse im Markt und ein mehr als 3.700 € schwerer Rückforderungsstreit über Wetten aus den Jahren 2013 bis 2018, der bis zu den Schlussanträgen des Generalanwalts im März 2026 geführt hat. Der Widerspruch ist nicht aufgelöst — die Erlaubnis stammt aus 2020, die zurückgeforderten Verluste aus einer Zeit davor. Genau das ist der Übergang, den deutsche Sportwetten gerade durchlaufen.

Die App ist da. Ob das Angebot auch dort ist, steht auf einem anderen Blatt.

MERKUR BETS: die App, die auch das Spielautomatengeschäft mitbringt

Die MERKUR-BETS-App für Android (Google Play) und iOS (App Store) ist kostenlos und nennt nach eigenen Angaben „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“; in derselben App sind auch MERKUR SLOTS enthalten. Der Cashout ist nach Abgabe der Wette jederzeit über den gelben Button unter „Meine Wetten“ nutzbar — der Betrag wird allerdings erst ausgezahlt, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und abgerechnet sind. Die Whitelist führt für MERKUR BETS die Merkur Bets Malta Limited, Erstdatum 6. November 2023.

Der Cashout-Vorbehalt ist der wichtigste Satz einer jeden Beschreibung, die ihn erwähnt: „jederzeit nutzbar“ bedeutet nicht „jederzeit verfügbar“. Wer auf einen Cashout wartet, weil er das Geld braucht, wartet unter Umständen bis zum letzten Spiel des Scheins. Und die Sportwetten-Erlaubnis deckt das Sportwettenangebot — nicht die Slots in derselben Anwendung. Das sind zwei Erlaubnisse mit zwei Regelwerken, auch wenn sie ein Icon teilen.

Diese App ist die breiteste in der Liste und die, bei der die Trennung der beiden Angebote am meisten Konzentration verlangt.

Sportingbet: Erlaubnis für Sport und Automaten, ausdrücklich getrennt geführt

Die Sportingbet (Deutschland) Ltd nennt im Impressum die behördliche Erlaubnis zum Veranstalten von Sportwetten vom 21.12.2022 und die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele vom 15.11.2022; Aufsichtsbehörde ist die GGL. Die Whitelist führt Sportingbet.de mit dem Sportwetten-Permit und dem Erstdatum 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022.

Der Fall ist lehrreich, weil der Anbieter selbst zwei Erlaubnisse nebeneinander ausweist. Wer Sportwetten bei Sportingbet spielt, spielt unter der Sportwetten-Erlaubnis; wer dort Automaten spielt, unter einer anderen, mit anderen Regeln — und mit dem 06:00- bis 21:00-Werbeverbot, das für Sportwetten gerade nicht gilt. Diese Trennung sauber zu ziehen, ist der Unterschied zwischen Kenntnis und Vermutung.

Dass dort keine App gelistet ist, ist für die Erlaubnis unerheblich.

NEO.bet: Cashout und Teil-Cashout bei einem Anbieter aus dem Jahr 2020

Zu den Funktionen der NEO.bet-App zählen laut Entwickler Live-Quoten und Live-Wetten sowie Cashout und Teil-Cashout; im App Store beschreibt sie sich als lizenzierter Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz, als Anbieter ist die Greenvest Betting Limited genannt. Die Whitelist führt NEO.bet mit Erstdatum 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022.

Der Teil-Cashout ist hier der eigentliche Unterschied zur Konkurrenz: Statt einen Wettschein ganz zu verkaufen, lässt sich ein Teil des Einsatzes herausnehmen. Das beantwortet eine andere Frage als der gewöhnliche Cashout — nicht „will ich diese Wette noch?“, sondern „wie viel davon?“. Die Antwort kostet in beiden Fällen dieselbe Marge, nur auf einer kleineren Basis.

Eine App mit deutscher Lizenz und einer Teilfunktion, die die meisten anderen gar nicht anbieten. Das ist ein Profil, kein Zufall.

Ein Kriterienkatalog für die eigene Auswahl

Wer die zehn Profile gelesen hat, braucht keine Rangliste mehr, sondern eine Reihenfolge für die eigene Prüfung. Die folgende Runde ist als Prüfschleife gedacht, nicht als Ablaufplan.

Diese vier Fragen beantworten 90 % der Entscheidung. Der Bonus steht darin nicht an erster Stelle — und das ist Absicht.

Häufige Fragen zu Sportwetten-Apps

Welche Kriterien entscheiden über die Qualität einer Sportwetten-App?

Ein Eintrag auf der Whitelist der GGL mit dem Namen der Betreiberin, dazu Bedienung, Zahlungswege und Bonusbedingungen. Quoten allein sagen wenig: Die Marge steckt in jedem Preis, und ein Anbieter mit hohen Quoten in einem Markt kann in einem anderen teuer sein. Prüfbar ist zuerst die Erlaubnis.

Woran erkennt man die offizielle App eines erlaubten Anbieters, und wie lädt man sie sicher?

Sie kommt aus dem Apple App Store oder Google Play, angeboten unter einem Entwicklernamen, der nicht zwingend die Marke ist. Vorab eine APK von einer fremden Seite zu laden ist ein Risiko ohne Gegenwert. Der entscheidende Test bleibt die Whitelist: nur der Eintrag der Domain unter dem Sportwetten-Permit zählt.

Wie lässt sich prüfen, ob die Betreiberin einer App auf der GGL-Whitelist steht?

Domain der Anwendung notieren, die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder öffnen und den Eintrag samt Inhaberin und Erstdatum suchen. Der Stand vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge, 27 davon mit Sportwetten-Permit. Ein .de-Name allein beweist nichts, ein Eintrag dagegen schon.

Welche Zahlungsmethoden kommen in Sportwetten-Apps vor, und welche Regel gilt für das Konto?

Zahlungen dürfen nach § 6b Abs. 4 nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut laufen. Krypto und anonyme Prepaidkarten fallen damit aus. Welche Marken ein Anbieter akzeptiert, steht in seinen eigenen Bedingungen — bei bet365 sind es laut Store-Beschreibung unter anderem Debitkarte, PayPal und paysafecard, bei Betano Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Betano Cash und Kreditkarten, bei sportwetten.de ausdrücklich PayPal.

Wie wirkt sich ein Bonus mit Wettguthaben auf die Auszahlung aus?

Wettguthaben ist nicht Bargeld: Es liegt als Gutschrift im Konto, wird auf den Wettschein gerechnet und ist meist nicht auszahlbar. Umsatzbedingungen legen fest, wie viel Wettenvolumen nötig ist, die Mindestquote, welche Wetten zählen. Das GlüStV begrenzt keine dieser Größen; der Anbieter tut es.

Gelten das Einzahlungslimit und die OASIS-Sperre in jeder App eines erlaubten Anbieters?

Ja, geräteunabhängig. Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt standardmäßig über alle Anbieter und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt, OASIS wird bei Registrierung und Login abgefragt. Auslandssites ohne deutsche Erlaubnis sind an keines von beiden angeschlossen — ein Unterschied, der Konsequenzen hat.

Inhalt erstellt vom Team «Wettanbieter mit Einzahlungsbonus»