Ligue 1 wetten in Deutschland: erlaubte Anbieter, echte Kosten, klare Grenzen
Stand: 30. Oktober 2026. Alle Angaben zur Erlaubnis wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL, Halle (Saale)) geprüft, Stand der Liste 2. Oktober 2026.

Auf den ersten Blick sieht Ligue 1 wetten in Deutschland aus wie jede andere Sportwette: Quote aussuchen, Einsatz setzen, auf den Wettschein schauen. Der zweite Blick enttäuscht zuverlässig. Die Wette auf Paris Saint-Germain oder gegen den Tabellenletzten läuft in einem Markt, dessen Preis niemandem gehört außer dem Buchmacher, und in einem Rahmen, den eine Behörde in Halle vorgegeben hat. Wer beides kennt, wettet anders.
Der französische Fußball liefert dafür reichlich Anlass: 18 Vereine, 34 Spieltage, ein Meister mit 76 Punkten, ein Absteigerduo, das schon im Frühjahr feststeht. Was dich Geld und Nerven kostet, ist aber nicht der Ausgang eines Spiels. Es sind vier Dinge: die Whitelist, das Einzahlungslimit, die eingeschränkten Live-Märkte und die Marge in jedem Kurs. Alle vier wirken, bevor du überhaupt auf ein Ergebnis tippst.
Die zehn geprüften Wettanbieter im Vergleich
Wer Ligue 1 wetten will und dabei auf der sicheren Seite des Gesetzes bleiben möchte, hat in Deutschland eine feste Auswahl: die Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis. Diese zehn stehen hier nebeneinander, geordnet nach dem, was die Aufsicht über sie festhält, und nach dem, was sie dem Spieler gegenüberstellen. Es ist keine Rangliste im Sinne einer Empfehlung. Es ist die Reihenfolge, in der sich ein Vergleich überhaupt erst führen lässt.

| Anbieter | Whitelist-Eintrag und Erlaubnisinhaber | Erlaubnis für Sportwetten seit |
|---|---|---|
| Tiptorro | Gelistet, Inhaber Torro Tec Limited | 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022 |
| Betano | Gelistet, Inhaber Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022 |
| NEO-bet | Gelistet, Inhaber Greenvest Betting Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022 |
| Betway | Gelistet, Inhaber Betway Limited | 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022 |
| AdmiralBet | Gelistet, Inhaber Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 13.12.2022 und 29.07.2024 |
| ODDSET | Gelistet, Inhaber Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022 |
| MERKUR BETS | Gelistet, Inhaber Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| Wettarena | Gelistet, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022 |
| bpremium | Gelistet, Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 |
| Winamax | Gelistet, Inhaber WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022 |
Zwei Muster fallen in der dritten Spalte auf, und beide sind für den Leser wichtiger als das genaue Datum. Vier Anbieter tragen den 09.10.2020. An diesem Tag sind die ersten Erlaubnisse des neuen Rechtsrahmens ausgestellt worden; das Datum sagt also nichts über Qualität, nur über die Reihenfolge am Start. Und die Folgeerlaubnisse von 2022 liegen fast alle in einem Fenster von zwei Wochen im Dezember — dem Moment, in dem der erste Erlaubniszeitraum auslief und verlängert werden musste. Ein jüngeres Ursprungsdatum bedeutet nicht weniger Erlaubnis, sondern einen späteren Markteintritt.
MERKUR BETS steht mit November 2023 allein am Ende dieser Reihe. Die Whitelist nennt, seit wann die Erlaubnis läuft, und nie, wann sie endet. Eine erste Sportwetten-Erlaubnis läuft fünf Jahre. Ein 2020 ausgestelltes Permit wäre also ohne die dokumentierte Folgeerlaubnis 2025 ausgelaufen — die Liste vermerkt diesen Zusammenhang nicht, sondern nur Daten.
Die Tabelle sortiert nicht nach Bonus-Höhe, und das hat einen nüchternen Grund: Das GlüStV 2021 setzt keine Obergrenze für Sportwetten-Boni und verbietet sie auch nicht. Was ein Willkommensbonus verlangt — Umsatzfaktor, Mindestquote, Laufzeit —, steht ausschließlich in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Linear nach Höhe zu sortieren hieße, die Werbezahl über die prüfbare Angabe zu stellen.
Ligue 1: Aufbau der Saison, Abstieg und was daraus für Wetten folgt
Die Liga wird von der Ligue de Football Professionnel organisiert. Die erste Saison 1932/33 begann am 11. September 1932 mit 20 Vereinen; bis 2002 hieß sie Division 1 beziehungsweise Première Division. Heute spielen 18 Vereine im Hin- und Rückspiel gegeneinander, was 34 Spieltage und 306 Spiele ergibt. Drei Punkte für einen Sieg gibt es seit der Saison 1994/95.
Diese Struktur ist kein Hintergrundwissen, sondern ein Angebotskalender. Ein Spieltag liegt fast immer am Wochenende, der französische Plan streckt sich aber gern von Freitag bis Sonntag, mit dem Topspiel am späten Sonntagabend. Wer auf Einzelspiele setzt, hat also rund 34 Fenster in der Saison, in denen sich ein Wettschein lohnt oder nicht. Wer auf die Saison als Ganzes setzt, hat genau eines, und es öffnet sich im August.
Wo die Erwartung des Buchmachers herkommt, zeigt die Geschichte. Rekordmeister ist Paris Saint-Germain mit 14 Titeln, Rekordspieler Mickaël Landreau mit 618 Einsätzen, Rekordtorschütze Delio Onnis mit 299 Toren. Wenn ein Verein mehr als ein Drittel aller Titel der Ligageschichte gesammelt hat, gibt es für einen Titelgewinn keine Überraschungsquote mehr. Der Markt hat das eingepreist, lange bevor du den Wettschein aufmachst. Was dort als Quote steht, ist die Meinung des Buchmachers über ein Ergebnis — nicht das Ergebnis selbst. Der Unterschied ist das ganze Geschäft.
Die abgelaufene Saison zeigt, wie eine Ligue-1-Spielzeit tatsächlich endet. Die Ligue 1 2025/26 lief vom 15. August 2025 bis zum 17. Mai 2026 mit 306 Spielen in 34 Runden; Meister wurde Paris Saint-Germain mit 76 Punkten aus 24 Siegen, vier Unentschieden und sechs Niederlagen. Torschützenkönig wurde Estéban Lepaul von Stade Rennes mit 21 Toren. 76 Punkte für einen Meister sind ein Wert, den man in die nächste Saison mitnehmen kann. Die Quoten tun das nicht automatisch, weil der Buchmacher den Titelverteidiger einpreist, nicht den Punkteschnitt.
Der Abstieg folgt seit der Saison 2016/17 einem festen Muster: zwei Vereine steigen direkt ab, der Drittletzte spielt Relegation gegen den Dritten der Ligue 2. In der abgelaufenen Saison traf es den FC Nantes mit 24 Punkten und den FC Metz mit 17 Punkten direkt; der OGC Nizza hielt als Sechzehnter die Klasse, weil er die Relegation gegen AS Saint-Étienne mit 4:1 nach Hin- und Rückspiel gewann.
Genau hier zahlt sich das Verständnis des Formats aus. Der Relegationsplatz ist ein anderer Markt als die direkte Abstiegszone. Eine Wette auf den direkten Abstieg kann verloren sein, während eine Wette auf den Klassenerhalt des Sechzehnten noch gewinnt — und umgekehrt. Nizza ist das Beispiel einer Saison, in der das rettende 4:1 aus zwei Spielen kam und nicht aus einem einzigen. Wer die beiden Märkte mit demselben Argument begründet, hat die Liga nicht verstanden, auf die er wettet.
Eine Saison wird als Zeitraum benannt, nicht als Jahreszahl. Ligue 1 2025/26 heißt der abgeschlossene Jahrgang, und die kommende trägt ihre eigene Doppelbezeichnung. Das ist keine Formalie: Die Liga läuft über den Jahreswechsel, ein Kalenderjahr enthält also immer den Schluss einer Saison und den Start der nächsten. Wer den Zeitraum verwechselt, verwechselt auch die Spielpläne und die Tabellen, gegen die er seine Einschätzung bildet.
Rechtslage: Die Whitelist der GGL ist der einzige Prüfstein
Zuständig ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, die GGL mit Sitz in Halle (Saale), unter dem GlüStV 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis für die Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV, sie überwacht den Markt und sie kann Bußgelder verhängen. Die Steuer ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL.

Der entscheidende Satz für jeden Spieler: Die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 ist der einzige Test einer Erlaubnis. Der Stand vom 2. Oktober 2026 weist 30 Einträge aus — 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewettenerlaubnis, und drei Inhaber ausschließlich für Pferdewetten. Für Ligawetten auf Frankreich zählt allein die Sportwetten-Erlaubnis.
Alle gelisteten Domains sind .de-Domains, und eine .de-Domain allein ist trotzdem kein Beweis. Ein Anbieter kann auf einer deutschen Adresse erscheinen und beim Sportwetten trotzdem nicht geführt sein. Um zu prüfen, ob ein Anbieter für Ligawetten erlaubt ist, muss der Name des Inhabers in der Whitelist stehen, und zwar unter der Sportwetten-Erlaubnis. Ein Inhaber darf gleichzeitig über eine Slot-, Poker- oder Casino-Erlaubnis verfügen; diese Lizenzen gelten für andere Produkte und sagen nichts über das Sportwettenangebot. Ein Casino im Menü eines Anbieters ist also keine Bestätigung für den Wettschein.
Die Behörde greift selbst durch. Am 17. September 2026 warnte die GGL Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“. Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis setzt, hat im Streitfall keinen deutschen Rechtsweg und keine Aufsicht, die für ihn einschreitet.
Was in Deutschland überhaupt gewettet werden darf, ist gesetzlich umrissen. Erlaubt sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Zwischenereignisse, als Einzel- oder Kombiwette (§ 21 Abs. 1) — und nur die Wettarten, die die GGL zugelassen hat, das Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5. Livewetten während eines laufenden Ereignisses sind nach § 21 Abs. 4 nur auf das Endergebnis oder das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente erlaubt, und auch das nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist erlaubt, der nächste Satz im Tennis ebenfalls. Der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball sind es nicht. Für Ligue-1-Livewetten heißt das: Der Rahmen ist eng, aber nicht leer.
Barred sind Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen — nach GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich —, dazu manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf einen Regelverstoß oder dessen Ahndung (§ 21 Abs. 1a). Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Beim E-Sport stellt die GGL fest, dass Wetten darauf nicht möglich sind; E-Sport ist nicht als Sport anerkannt, ein erlaubtes E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Zu virtuellen Sportarten ist nichts festgestellt. Cash Out kennt keine gesetzliche und keine behördliche Regel und ist ausschließlich eine Funktion des jeweiligen Anbieters. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Eine gesetzliche Obergrenze für den Einsatz pro Wette gibt es bei Sportwetten nicht.
Der deutsche Rechtsweg gegen Anbieter ohne Erlaubnis läuft weiter. Der Bundesgerichtshof legte dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) hielt Generalanwalt Nicholas Emiliou es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Anspruch auf Erstattung ist damit niemandem versprochen.
Unter dem Strich: Die lizenzierte Seite bringt Rechtssicherheit und Spielerschutz und dazu das Einzahlungslimit von 1.000 €, eingeschränkte Live-Märkte, komplette Verifizierung und Einzahlungen nur vom eigenen Konto. Die Seite ohne deutsche Erlaubnis ist an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen und bietet keinen deutschen Rechtsweg — dafür sind dort höhere Limits möglich.
Verantwortungsvoll wetten: Altersgrenze, ein Limit über alle Anbieter, eine Sperre
Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3). Es gilt ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung (§ 6a); vor abgeschlossener Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb zulassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen.
Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 beträgt gesetzlich 1.000 € pro Kalendermonat und gilt über alle Anbieter hinweg. Durchgesetzt wird es über die LUGAS-Limitdatei, die jeder lizenzierte Anbieter abfragt. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann einem einzelnen Spieler ein höheres Limit einräumen — bis 10.000 €, und 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler —, aber nur auf nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit hin. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Eine Absenkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Ein Limit, das eine Woche braucht, bis es greift, ist kein Werkzeug für den Abend, an dem du es schon überschritten hast.
Paralleles Spielen bei mehreren Anbietern ist untersagt (§ 6h, Aktivitätsdatei). Die Prüfung läuft nicht über dein Gewissen, sondern über eine Datenbank, und sie greift früher, als du es merkst. Wer das Monatslimit über Zweitkonten umgehen möchte, bewegt sich nicht in einer Grauzone, sondern gegen eine technische Sperre.
OASIS (§§ 8, 8a) ist das bundesweite Spielersperrsystem, das bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler einen Zeitraum nennt, ansonsten mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Die folgenreichste Eigenschaft dieser Systeme ist eine technische: Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Wer sich dort sperren lassen will, sperrt sich auf dem Papier.
Bei den Zahlungen verlangt § 6b Abs. 4 Einzahlungen ausschließlich von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht zulässig — das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaidkarten aus dem lizenzierten deutschen Sportwettenmarkt heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter konkret akzeptiert, ist seine eigene Sache und nur seinen Bedingungen zu entnehmen. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).
Werbung ist Erlaubnisinhabern vorbehalten (§ 5 Abs. 7). Das Werbeverbot zwischen 6 und 21 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) betrifft Slots, Online-Poker und Online-Casinospiele und nicht die Sportwette. Für Sportwetten gilt: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Und das GlüStV setzt keinen Sportwetten-Bonus fest und begrenzt keinen; Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stammen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
Die Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18), das sind rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter der Wette und nicht der Spieler (§ 19). Ob und wie er sie weitergibt, entscheidet er selbst; bei einem namentlich genannten Anbieter ist das also nur dessen Bedingungen zu entnehmen, und es heißt nie „5,3 % des Einsatzes“. Steuerpflichtig ist auch der unerlaubte Anbieter. Eine gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.
Strafrechtlich sind das Veranstalten (§ 284 StGB) mit bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe und die Werbung mit bis zu einem Jahr belegt, die Teilnahme (§ 285 StGB) mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verurteilungen einzelner Spieler sind nicht festgestellt — das ist weder ein Freibrief noch ein Anlass zur Dramatik. Die Durchsetzung läuft über Untersagungsverfügungen, Zahlungsblockierung und Netzsperren (§ 9). Wie Gewinne privater Spieler steuerlich zu behandeln sind, ist auf Primärebene nicht geklärt; dafür gehört ein Steuerberater ins Gespräch und nicht dieser Text.
Wettarten und Quoten: Was auf dem Wettschein wirklich steht
Quoten auf den Spielausgang, auf den Meister und auf Langzeitmärkte zeigen die Erwartung des Buchmachers — und in jeder Quote steckt eine Marge, die er sich nimmt, bevor du setzt.
Nimm ein illustratives 1X2-Beispiel, keine zitierte Quote eines Anbieters: 2,10 für den Heimsieg, 3,40 für das Unentschieden, 3,60 für den Auswärtssieg. Die Kehrwerte summieren sich zu einem Quotenschlüssel von etwa 91,5 %, die Marge liegt damit bei rund 8,5 %. Das ist ein Beispiel, gerechnet an einem Markt und nicht an einem echten Preis. In der Praxis liegt die Marge eines 1X2-Marktes je nach Börse, Liga und Buchmacher meist zwischen etwa 4 und 10 %. Die Bandbreite ist die eigentliche Aussage: Wo ein Markt tief und liquide ist, wandert die Marge nach unten, und wo er dünn ist, nach oben. 8,5 % bedeuten: Von jedem 10 €, die in diesem Markt umgesetzt werden, bleiben dem Buchmacher im statistischen Mittel rund 0,85 € — unabhängig davon, welches Ergebnis eintritt. Das ist der Preis, den du zahlst, egal wie das Spiel ausgeht.
Für einzelne Ligaspiele heißt das: Auf einem klaren Favoriten liegt eine andere Marge als auf einem Unentschieden, und die Quoten bewegen sich im Lauf einer Saison. Die Marge bleibt in der Regel in einer ähnlichen Bandbreite. Wer auf die Saison als Ganzes setzt, zahlt sie einmal statt 34-mal. Wer auf einzelne Spieltage setzt, zahlt öfter, hat dafür häufiger Gelegenheit, seine Einschätzung zu prüfen und zu korrigieren.
Saisonmärkte verlangen eine andere Denkweise. Bei einem Langzeitmarkt auf den Meister wird eine einzige Einschätzung mit einer ganzen Saison verrechnet; fällt ein Stammspieler aus oder kippt ein Trainerwechsel die Mannschaft, kannst du nicht nachbessern. Der Spieltagsschein erlaubt Reaktion, der Langzeitmarkt nicht. Der Langzeitmarkt ist deshalb billiger in der Marge und teurer im Risiko — beim Spieltagsschein verhält es sich umgekehrt.
Die Ligue 1 fordert diese Unterscheidung stärker als viele Ligen, weil ein Titelkampf in einem Feld von 18 Vereinen über 34 Spieltage schnell entschieden sein kann. Ein Rückstand auf den Tabellenführer im Oktober ist in einer Liga, in der ein Verein 14 Titel hält, selten eine Kaufgelegenheit und häufiger eine Quotenerhöhung mit einem Grund.
Bei Kombiwetten multiplizieren sich die Quoten der Beine zu einem gemeinsamen Preis, und die Marge multipliziert sich mit. Zwei Märkte mit je rund 8 % ergeben zusammen deutlich mehr als 12 %. Die Kombiwette umgeht die Marge nicht; sie vervielfacht sie. Wer sie spielt, prüft doppelt, ob die Beine wirklich unabhängig sind — zwei Einschätzungen aus derselben Logik sind eine Einschätzung.
Wie eine Auszahlung aussieht, ist einfache Arithmetik. Ein Einsatz von 50 € auf eine Quote von 2,10 bringt im Gewinnfall 105 € zurück, davon 55 € als Nettogewinn; bei einem Unentschieden mit Quote 3,40 zahlt ein Treffer 170 € zurück. Je nach Ergebnis des illustrativen Marktes schwankt die Rückzahlung also zwischen dem 2,10- und dem 3,60-fachen des Einsatzes. Wer zwei Beine mit 2,10 und 1,80 kombiniert, erhält als gemeinsamen Preis 3,78.
Und genau hier lohnt der Blick auf das, was Anbieter selbst behaupten. Winamax bewirbt sich im Footer seiner Website mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Aussage verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 01.04.2025 bis 30.08.2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Knapp die Hälfte ist keine Krone. „0 % Wettsteuer“ ist zudem eine Aussage über die Weitergabe einer Steuer, die der Veranstalter schuldet und nicht der Spieler — und eine, die sich nur gegen die eigenen Bedingungen eines Anbieters prüfen lässt.
Spielplan, Märkte und Turniere: Wann welche Wette angeboten wird
Der Spielplan mit allen Spieltagen, dem Kampf um die Meisterschaft und dem Abstiegskampf bestimmt, wann welche Wetten überhaupt angeboten werden. Die Ligue 1 läuft über den Jahreswechsel: Die nächste Ausgabe beginnt in der zweiten Augusthälfte und endet im darauffolgenden Mai. Das Wettprogramm der Anbieter richtet sich an diesem Kalender aus.
Bis zum Anstoß trägt ein einzelnes Ligaspiel den Spielausgang, die doppelte Chance, Tore über und unter einer Linie, Handicaps und eine Reihe von Kombinationen. Französischer Erstligafußball gehört zu den liquidesten Fußballligen Europas, weshalb die Märkte hierzulande in der Regel tief sind. Tiefe Märkte nützen dem Spieler: Wo viele Einsätze zusammenkommen, braucht der Anbieter weniger Marge, um sein Risiko zu decken. Deshalb lohnt der Vergleich nicht nur zwischen Anbietern, sondern auch zwischen den Märkten desselben Anbieters. Die Marge auf den Spielausgang ist fast immer kleiner als die auf einen exotischen Nebenmarkt. Wer den exotischen Markt liebt, zahlt ihn mit.
Live-Wetten auf die Ligue 1 sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV eingeschränkt: nur das Endergebnis oder das nächste Tor, der nächste Satz oder eine vergleichbare Komponente. Das ist eine gesetzliche Grenze und keine technische. Wer sich über einen dünnen Live-Bereich wundert, sollte nicht den Anbieter hinterfragen, sondern den Rahmen.
Halbfeld-Märkte, Spielerwetten und Kartenmärkte liegen außerhalb des zugelassenen Sportwettprogramms. Was erlaubt ist, gibt die GGL vor, nicht das Marketing des Anbieters.
Ein Blick auf die Sportarten, die ein Anbieter abdeckt, zeigt, wo die Plattform technisch steht. Sportingbet bietet im Wettangebot einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten; zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Betano nennt in der Entwicklerbeschreibung seiner App den Bet Builder als Funktion, die mehrere Märkte eines Spiels kombiniert, dazu Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Betway führt beim Cash Out das grüne Symbol unter „Meine Wetten“, zeigt den Wert der Wette an und erlaubt die Auszahlung des gesamten Betrags oder eines Teils; ein Wettkonfigurator für Fußballspiele kombiniert unter dem Namen Konfigurator+ Auswahlen aus verschiedenen Partien. Wer die Ligue 1 über eine Liveschaltung verfolgen möchte, findet bei Winamax einen eigenen Bereich: Winamax TV überträgt im eigenen Kundenkonto Spiele aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, dazu die vier Grand-Slam-Turniere und alle ATP- und WTA-Turniere sowie NBA und NFL. Für einen französischen Ligaspieltag ist das die konkrete Antwort auf die Frage, ob sich ein Abo für einen ausländischen Sender überhaupt lohnt.
Was ein Anbieter an Sportarten und Funktionen zeigt, folgt einer Werbelogik und nicht dem Ligakalender. Ein Konfigurator hilft beim Bauen eines Wettscheins, ein Live-Streaming-Angebot beim Verfolgen eines Spiels — beides sagt nichts darüber, wie eng die Marge im Ligue-1-Markt tatsächlich sitzt. Genau dort entscheidet sich aber der Unterschied zwischen zwei Anbietern, die beide eine Lizenz haben und beide französischen Fußball zeigen.
Die Anbieter im Einzelnen: zehn Sportwetten-Erlaubnisse und was an ihnen hängt
Zehn Namen, zehn Erlaubnisse, zehn sehr unterschiedliche Profile. Wer sie durchgeht, sucht am Ende nicht den besten Anbieter, sondern den Anbieter, dessen Nachteil ihn am wenigsten trifft.
Tiptorro: eine schlanke Plattform mit Whitelist-Eintrag
Tiptorro betreibt seine Seite unter der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta. Die Whitelist der GGL führt die Domain mit einer Sportwetten-Erlaubnis, erstmals erteilt am 30.06.2021, mit Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Die Betreibergesellschaft beschreibt sich zudem selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Ein Eintrag in der Whitelist ist mehr wert als eine Selbstbeschreibung im App-Store — und hier liegt beides vor, was den Anbieter in dieser Runde zu einem der wenigen macht, bei dem die Prüfung ohne Umweg gelingt.
Wer Ligue 1 vor allem über Einzelspiele verfolgt, braucht keine drei Dutzend Nebenmärkte. Er braucht einen Spielausgang mit einer Marge, die nicht über der Bandbreite liegt, und einen Wettschein, der sich auszahlen lässt. Tiptorro tritt nicht mit dem Anspruch an, die tiefsten französischen Nischenmärkte zu führen. Das ist für einen Anbieter mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit 2021 eine ehrliche Positionierung, kein Mangel.
In diesem Vergleich ist Tiptorro der Anbieter, dessen Erlaubnis unauffällig ist und dessen Profil unauffällig bleibt. Wer einen zweiten Anbieter für eine zweite Meinung sucht, hat hier einen, ohne dass er dafür eine Besonderheit mitkaufen muss.
Betano: Bet Builder, Cash Out und ein breites Streaming-Paket
Hinter Betano steht als Inhaber der Erlaubnis die Betkick Sportsbetting Limited. Die Whitelist führt die Seite mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 19.02.2021 und einer Folgeerlaubnis vom 16.12.2022.
Das technische Profil des Anbieters ist das ausführlichste in dieser Runde. Die App-Beschreibung nennt den Bet Builder, mit dem sich mehrere Märkte eines Spiels kombinieren lassen, dazu Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Ein Bet Builder ist für Ligue-1-Spieltage ein sinnvolles Werkzeug, weil er mehrere Einschätzungen zu einer Partie zusammenführt, statt sie über separate Wettscheine zu streuen.
Was der Bet Builder nicht tut: Er senkt die Marge nicht. Er bündelt sie. Wer mehrere Märkte desselben Spiels kombiniert, multipliziert die eingerechneten Anteile mit — genau wie jede andere Kombination. Der Komfort ist echt, der Preis auch. Für einen Spieler, der ohnehin auf mehrere Ereignisse eines Spiels setzt, ist der Bet Builder daher eine Frage der Bequemlichkeit und nicht der Kosten.
Betano ist die naheliegende Wahl für den, der französischen Ligafußball mit Live-Bild und Kombinationsfunktionen an einem Ort haben möchte. Wer dagegen auf den schmalsten Preis im reinen Spielausgang aus ist, muss die Marge vergleichen und nicht das Menü.
NEO.bet: eine der ersten Erlaubnisse des neuen Rahmens
NEO-bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben. Die Whitelist der GGL führt den Anbieter für Sportwetten ab dem 09.10.2020, mit Folgeerlaubnis vom 22.12.2022.
Frühe Erlaubnis bedeutet nicht bessere Quote, aber sie bedeutet eine längere Prüfgeschichte. Ein Anbieter, der seit Herbst 2020 unter deutscher Aufsicht Sportwetten veranstaltet, hat mehr Aufsichtsperioden, mehr Verlängerungsverfahren und mehr Spielerschutzauflagen hinter sich als ein Haus, das erst 2023 dazukam. Für einen Spieler, der sein Einzahlungslimit über LUGAS kennt und die Verifizierung ohnehin durchläuft, ist das ein leiser, aber realer Vorteil.
NEO.bet wird in Manegen dieser Größe oft als der Anbieter beschrieben, der nichts falsch macht und wenig auffällt. Genau das kann eine Eigenschaft sein.
Betway: Cash Out mit Teilauszahlung und Konfigurator+
Inhaber der Erlaubnis für Betway ist die Betway Limited. Die Whitelist führt die Domain mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.03.2021, verlängert am 23.12.2022.
Betway hat zwei Funktionen, die den Umgang mit einem laufenden Wettschein betreffen. Beim Cash Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“, der Wert der Wette wird angezeigt, und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Ein Wettkonfigurator für Fußballspiele, betrieben unter dem Namen Konfigurator+, kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien.
Die Teilauszahlung ist der interessantere der beiden Punkte. Wer den Wert eines Wettscheins nur zur Hälfte realisiert, lässt den Rest laufen und tauscht einen Teil des Ergebnisses gegen Liquidität. Das klingt großzügig, und es ist ein Geschäft: Der angezeigte Cash-Out-Wert liegt unter dem theoretischen Wert des Wettscheins, sonst würde der Anbieter diese Funktion nicht anbieten. Cash Out ist in Deutschland nicht gesetzlich geregelt, es gibt also keine Vorschrift, die einen fairen Wert garantiert. Wer die Funktion nutzt, sollte den angebotenen Wert gegen seine eigene Einschätzung stellen — und zwar, bevor das Spiel kippt.
Betway ist damit die Adresse für den, der einen laufenden Wettschein steuern möchte, und weniger für den, der einen Einsatz bis zum Schlusspfiff liegen lässt.
AdmiralBet: zwei Erlaubnisse, zwei Produkte, eine Marke
AdmiralBet wird von der Greentube Betting Malta Limited betrieben. Die Erlaubnis für Sportwetten datiert vom 09.10.2020, mit Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Eine separate Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele besteht seit dem 28.09.2022.
Der Anbieter ist damit das beste Beispiel in dieser Runde für einen Punkt, den Spieler regelmäßig verwechseln: Sportwetten und virtuelles Automatenspiel sind zwei getrennte Erlaubnisse mit getrennten Regeln. Eine Slot-Erlaubnis sagt nichts über das Sportwettenangebot, und umgekehrt. Wer bei AdmiralBet eine Ligue-1-Wette platziert, bewegt sich im Rahmen der Sportwetten-Erlaubnis; wer ein virtuelles Automatenspiel öffnet, in einem anderen. Das GlüStV regelt die beiden Bereiche mit unterschiedlichen Werkzeugen, und die Aufsicht führt sie getrennt. Die jüngste Folgeerlaubnis von Juli 2024 zeigt zudem, dass die Aufsicht die Erlaubnis weiter nachführt, und nicht, dass der Anbieter ein neues Produkt bekommen hätte. Wer in derselben Marke beides nutzt, sollte den Unterschied kennen — das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € gilt für Sportwetten, ein Casino-Limit ist kein Wettlimit.
ODDSET: die staatlich geprägte Adresse
ODDSET wird von der Oddset Sportwetten GmbH betrieben, mit Erlaubnis für Internet und stationären Vertrieb seit dem 15.12.2022 (Aufsicht: GGL, Halle). Die Whitelist führt den Anbieter für Sportwetten ab dem 18.11.2020, mit Folgeerlaubnis vom 15.12.2022.
ODDSET ist der Anbieter mit dem ältesten öffentlich-rechtlichen Erbe in dieser Liste und der einzige, dessen Erlaubnis zusätzlich ausdrücklich den stationären Vertrieb umfasst. Wer seine Wette lieber an einer Annahmestelle abgibt als im Browser, findet hier die passende Struktur. Für Ligue 1 heißt das: Die französische Liga ist im Programm, die deutsche Erlaubnis deckt beide Vertriebswege ab, und die Aufsicht ist dieselbe wie bei allen anderen auf dieser Liste.
Ein Anbieter mit stationärem Netz ist träger in der Reaktion auf einen französischen Auswärtsspieltag als ein reiner Online-Anbieter. Wer live nachjustieren möchte, wird das merken. Wer seine Wette einmal sauber abgeben und dann liegen lassen will, ebenfalls — nur mit anderem Vorzeichen.
MERKUR BETS: die jüngste Erlaubnis im Feld
MERKUR BETS wird von der Merkur Bets Malta Limited (Sitz: St. Julian’s, Malta) betrieben. Die Whitelist führt den Anbieter für Sportwetten seit dem 06.11.2023 — dem jüngsten Erlaubnisdatum dieser Übersicht.
Ein junges Erlaubnisdatum hat eine praktische Folge, die nichts mit Qualität zu tun hat: Der Anbieter hat unter deutscher Aufsicht weniger Verlängerungen hinter sich, sein Spielerschutz-Workflow ist auf der jetzigen Rechtslage aufgebaut und nicht auf einer früheren. Wer einem Anbieter bei einem Streitfall gegenübersitzt, hat es mit der aktuellen Auflage zu tun, nicht mit einem historisch gewachsenen Prozess.
MERKUR BETS ist in diesem Vergleich das jüngste Haus und trägt das sichtbarste Erlaubnisdatum. Für einen Spieler, der die Prüfung selbst nachvollziehen will, ist das sogar bequem: Der Eintrag ist kurz und lässt sich in der Whitelist schnell finden.
Wettarena: eine Marke mit klarer Betreibergesellschaft
Wettarena wird von der I.B.C. Sportsbetting Limited (Sitz: Sliema, Malta) angeboten. Die Whitelist der GGL führt den Anbieter für Sportwetten ab dem 09.10.2020, mit Folgeerlaubnis vom 15.12.2022.
Bemerkenswert ist hier weniger das Angebot als die Klarheit der Zuordnung. Bei manchen Marken muss man suchen, welche Gesellschaft hinter der Domain steht; hier steht der Betreiber in den eigenen Bedingungen. Wer nach der Whitelist sucht und dabei auf einen anderen Namen stößt als den des beworbenen Brands, verliert Zeit — und manchmal die Geduld, überhaupt weiter zu prüfen. Bei Wettarena erspart die Transparenz diesen Schritt.
Für Ligawetten zählt ohnehin nur die Sportwetten-Erlaubnis des Inhabers, und die liegt vor. Wettarena ist kein Anbieter, der mit technischen Extras wirbt, und in dieser Runde der nüchterne Eintrag, bei dem die Prüfung schneller geht als das Gespräch über sie.
bpremium: eine Ladbrokes-Gesellschaft unter deutscher Erlaubnis
Betreiberin von bpremium ist die Ladbrokes (Deutschland) Limited (Sitz: Gzira, Malta; Registernummer C92799). Die Whitelist der GGL führt den Anbieter für Sportwetten ab dem 09.10.2020, mit Folgeerlaubnis vom 21.12.2022.
Der Punkt, an dem sich bpremium von den anderen unterscheidet, ist die Marke im Rücken. Ladbrokes ist ein Traditionsname des britischen Wettmarkts, und die deutsche Gesellschaft ist von der GGL als Inhaber der Sportwetten-Erlaubnis geführt. Wer aus alter Gewohnheit nach einem vertrauten Namen sucht, findet hier einen — mit dem Zusatz, dass der Traditionsname auf Malta sitzt und die deutsche Aufsicht über den Sportwettenbereich trotzdem greift. Für einen Ligue-1-Einzelspielschein ist das die relevante Verbindung, nicht das Logo.
bpremium tritt in dieser Runde ohne laute technische Zusätze auf. Für den, der einen eingespielten Buchmacher für klassische Einzel- und Kombiwetten sucht, ist das kein Mangel.
Winamax: französische Wurzeln, deutsche Erlaubnis, laute Werbung
Winamax wird von der WINAMAX (Société anonyme) betrieben. Die Whitelist führt den Anbieter für Sportwetten ab dem 29.06.2021, mit Folgeerlaubnis vom 08.12.2022.
Der Anbieter ist in dieser Runde derjenige mit der engsten Verbindung zum französischen Sport. Winamax TV überträgt im eigenen Kundenkonto Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, dazu die vier Grand-Slam-Turniere, alle ATP- und WTA-Turniere sowie NBA und NFL. Für einen Leser, der Ligue 1 nicht nur bequoten, sondern auch sehen möchte, ist das Angebot der stärkste einzelne Grund, sich mit dieser Plattform zu beschäftigen.
Die Werbung dazu ist selbstbewusst: Im Footer der Website wirbt das Haus mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Aussage verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 01.04.2025 bis 30.08.2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Eine knappe Mehrheit der Fälle ist ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann, aber es bedeutet nicht, dass jede Quote sitzt. Der zweite Teil des Slogans ist ohnehin der interessantere: Die Wettsteuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler. Wer mit einer Steuer wirbt, die er selbst schuldet, beschreibt eine Preisentscheidung und keine Steuerbefreiung des Kunden.
Was ein Angebot wirklich kostet: drei Rechnungen für einen Ligue-1-Wettschein
Boni und Freiwetten klingen nach Beginn und sind meist eine Aufgabe. Wie viel sie kosten, lässt sich ausrechnen, sobald Umsatzbedingungen und Mindestquote auf dem Tisch liegen.
Die erste Frage ist die nach dem Umsatz. Verlangt ein Anbieter für eine Freiwette einen Umsatzfaktor auf die Bonussumme, ist der geforderte Umsatz das Bonusgeld multipliziert mit diesem Faktor — bei 100 € Freiwette und einem Faktor von 5 also 500 € Umsatz. Verteilst du das auf Einsätze von je 25 €, sind 20 Wetten nötig, bis die Bedingung erfüllt ist; nur Wetten ab der geforderten Mindestquote zählen dabei überhaupt mit.
Die zweite Frage ist, was dieser Umsatz im Markt kostet. In einem 1X2-Markt mit einer Marge von 8,5 % — dem illustrativen Beispiel aus dem Abschnitt zu Wettarten und Quoten — kostet ein Umsatz von 500 € im statistischen Mittel rund 42,50 €. Das ist der erwartete Verlust beim Umsetzen der Bedingung, und er ist immer größer als null: Eine Freiwette, deren Bedingung fünfmal umgesetzt werden muss, ist kein Geschenk, sondern eine Aufgabe mit Eintrittspreis. Bei einer Marge von 4 % läge der erwartete Verlust bei 20 €, bei 10 % bei 50 €. Die Bedingung entscheidet über die Rechnung, nicht die Zahl auf dem Banner.
Die dritte Frage ist der Wert der Freiwette selbst. Bei einer Freiwette, deren Einsatz im Gewinnfall nicht zurückgezahlt wird, ergibt sich der durchschnittliche Wert aus Freiwettenbetrag mal Quote minus eins, geteilt durch die Quote, multipliziert mit dem Quotenschlüssel des Marktes. Eine 10-€-Freiwette auf eine Quote von 2,10 in diesem Markt bringt unter diesen Annahmen also rund 4,78 € an durchschnittlichem Wert — nicht 10 € und nicht 21 €. Wer den Betrag auf dem Banner als Wert liest, liest die falsche Zahl.
Alle drei Rechnungen sind statistische Schätzungen. Sie beschreiben einen Durchschnitt über viele Wetten unter den genannten Annahmen, keine Zusage für einen einzelnen Wettschein und keinen Gewinn. Was sie liefern, ist ein Maßstab: Ein Bonus mit einem Umsatzfaktor von 5 auf eine Freiwette von 20 € in einem Markt mit 8,5 % Marge ist ein anderes Angebot als derselbe Bonus mit einem Faktor von 3 in einem Markt mit 4 % Marge, und beide unterscheiden sich um mehr als ihr Nennwert. Wer Angebote vergleicht, ohne den Umsatz und die Marge dazuzunehmen, vergleicht zwei Werbeplakate.
Für wen sich welcher Anbieter lohnt: die Konsequenz aus zehn Erlaubnissen
Aus zehn Erlaubnissen mit denselben Auflagen wird kein Ranking, wenn man sie nach Merkmalen ordnet, die alle erfüllen. Unterschiede entstehen erst dort, wo das Angebot auf einen konkreten Spielertyp trifft.
Ein Spieler mit kleinem Monatsbudget stößt zuerst auf das Einzahlungslimit von 1.000 € über alle Anbieter. Für ihn zählt deshalb nicht, wo der größte Bonus steht, sondern wo er mit dem kleinsten Einsatz am weitesten kommt. Langzeitmärkte auf die Liga brauchen einen einzigen Wettschein für eine ganze Saison und damit einen einzigen Anlauf im Buchmacherprogramm; wer sein Geld in Einzelspielscheine streut, verbraucht mehr Marge, hat dafür aber mehr Gelegenheiten, seine Einschätzung zu korrigieren. Wer sehen und gleichzeitig setzen will, kommt an einem Anbieter mit eigenem Streamingbereich nicht vorbei. Und wer sich schon einmal gefragt hat, was passiert, wenn ein Spiel kippt, findet bei einem Haus mit Teil-Cash-Out die Möglichkeit, eine Wette zum Teil zu schließen.
Der zweite Typ ist der erfahrene Spieler. Er sucht nicht Funktionen, sondern Preise. Für ihn ist die Marge im 1X2-Markt die einzige Kennzahl, die über die Saison wirklich zählt, und der Vergleich gehört zwischen Anbietern und zwischen Märkten desselben Anbieters geführt. Ein Konfigurator hilft ihm nicht, weil er Kombinationen ohnehin selbst baut — und weil jede Kombination die Marge der Beine addiert. Für ihn ist eine deutsche Erlaubnis die Mindestanforderung und nicht das Argument.
Der dritte Typ ist der Gelegenheitsleser, der französischen Fußball mag und zweimal im Monat eine Wette setzt. Für ihn ist die wichtigste Eigenschaft eines Anbieters, dass die Verifizierung, die Auszahlung und das Monatslimit ohne Überraschung funktionieren. Ein Anbieter, bei dem ein Gewinn erst nach dem offiziellen Spielende und einer Klärung ausgezahlt wird, kostet ihn Zeit; ein Anbieter, bei dem das reibungslos läuft, ist ihm mehr wert als eine Zehntelquote Unterschied bei einem Favoriten.
Wer sich für einen dieser Wege entscheidet, sollte die Prüfung in der Whitelist selbst machen, und zwar mit dem Namen des Inhabers und dem Namen der Domain. Der Eintrag liegt bei der GGL offen, und die Suche dauert kürzer als das Lesen einer Bonusseite.
Häufige Fragen zu Ligue 1 wetten in Deutschland
Wer wurde in der Saison 2025/26 Meister der Ligue 1, und wer holte die Torjägerkrone?
Meister wurde Paris Saint-Germain mit 76 Punkten aus 24 Siegen, vier Unentschieden und sechs Niederlagen; die Saison lief vom 15. August 2025 bis zum 17. Mai 2026 mit 306 Spielen in 34 Runden. Torschützenkönig wurde Estéban Lepaul von Stade Rennes mit 21 Toren.
Wie wirkt sich der Aufbau der Liga mit 18 Vereinen auf Langzeitwetten aus?
18 Vereine im Hin- und Rückspiel ergeben 34 Spieltage und 306 Spiele; drei Punkte gibt es für einen Sieg seit der Saison 1994/95. Ein Langzeitmarkt bündelt eine einzige Einschätzung über die gesamte Spielzeit, lässt sich während der Saison nicht korrigieren und trägt deshalb ein Risiko, das ein einzelner Spieltagsschein nicht kennt.
Welche Wettarten gibt es auf die Ligue 1 — etwa auf den Spielausgang, den Meister oder den Abstieg?
Erlaubt sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder Abschnitts sowie auf Zwischenereignisse, als Einzel- oder Kombiwette (§ 21 Abs. 1), und nur die von der GGL zugelassenen Wettarten im Sportwettprogramm (§ 21 Abs. 5). Üblich sind Spielausgang und doppelte Chance, Tore über und unter einer Linie, Handicaps sowie Meister- und Abstiegsmärkte.
Wie funktionieren Abstieg und Relegation, und welche Wetten hängen daran?
Seit der Saison 2016/17 steigen zwei Vereine direkt ab, der Drittletzte spielt Relegation gegen den Dritten der Ligue 2. 2025/26 traf es den FC Nantes mit 24 und den FC Metz mit 17 Punkten; der OGC Nizza hielt als Sechzehnter die Klasse und gewann die Relegation gegen AS Saint-Étienne mit 4:1.
Woran erkennt man in der GGL-Whitelist, ob ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis für Ligawetten hat?
Der Stand vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis und drei ausschließlich für Pferdewetten. Maßgeblich ist die Sportwetten-Erlaubnis, eingetragen unter dem Namen des Inhabers. Eine .de-Domain allein und eine Casino-, Slot- oder Poker-Erlaubnis zählen nicht.
Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote, und welche Rolle spielt die Sportwettensteuer?
Bei einer Dezimalquote von 2,10 zahlt ein Einsatz von 50 € im Gewinnfall 105 € zurück, davon 55 € netto. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags; sie schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler (§ 19).
Fußball – Wettanbieter mit Einzahlungsbonus
Inhalt erstellt vom Team «Wettanbieter mit Einzahlungsbonus»
